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    <title>Sandmanns Blog</title>
    <link>https://www.sandmann-peine.de</link>
    <description>Dieser Blog möchte kein Ratgeber sein. Sicher werden Sie den einen oder anderen Hinweis finden, wie Sie zufriedener mit sich selbst und/oder in einer Partnerschaft leben können. Prüfen Sie aber bitte stets, ob das Geschriebene zu Ihnen passt. Es ist Ihr Leben. Lassen Sie es sich von niemandem aus der Hand nehmen. In diesem Sinne kann Ihnen mein Blog Inspiration sein, Ihr eigenes Leben und/oder Ihre Partnerschaft auch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Wir Menschen sind vielschichtige Wesen; und manchmal braucht es Geduld, ein gutes Wort und eine gute Portion detektivischen Spürsinns, einer Person nahe zu kommen und nicht an ihrer Fassade hängen zu bleiben. Das gilt für Ihren Blick auf sich selbst ebenso wie für Ihren Blick auf Ihr Gegenüber. Wir sind stets mehr als wir zu sein scheinen. Auch hier lohnt ein zweiter, tieferer Blick – denn doppelt hält besser.</description>
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      <title>Sandmanns Blog</title>
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    <item>
      <title>In der Fremde sein</title>
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         Mal wieder so eins dieser typischen Pilgerfotos... - mögen Sie vielleicht denken und abwinken. Ja, es stimmt. Überall sprießen Pilgerangebote wie Pilze aus dem Boden: Kirchengemeinden laden zur gemütlichen Pilgerwanderung mit geselligem Kaffeetrinken und Rückfahrgelegenheit ein. Extrempilger laufen sich auf dem Jakobsweg in Flip Flops die Füße blutig. Andere pilgern von Wallfahrtsort zu Wallfahrtsort und sammeln kitschige Souvenirs. Und wieder andere wagen die Einsamkeit mit Gott und machen sich wochenlang allein auf den Weg. Über die Jahrhunderte hat das Pilgern immer wieder geboomt. Hört das Gelaufe denn nie auf?!                                                                                                                                       Hm, offensichtlich nicht. - Halten Sie einen Moment inne. Oft liegen die Dinge doch anders als sie auf den ersten Blick scheinen. Vielleicht lohnt ein zweiter Blick.
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          Fürs Pilgern dürfen Sie sich Zeit nehmen.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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           Ich möchte Ihnen von meinen Pilgererfahrungen erzählen. In den letzten Jahren war ich zweimal für jeweils eine Woche unterwegs. Begleitet hat mich eine liebe Freundin. Wir sind auf dem ökumenischen Pilgerweg von Erfurt nach Vacha gegangen und auf dem Braunschweiger Jakobsweg vom Hildesheimer Dom bis zum koptisch-orthodoxen Kloster in Höxter-Brenkhausen. Sie merken schon, wer pilgern möchte, kann dies vor der Haustür tun. Es gibt preiswerte Pilgerherbergen und viele Kirchengemeinden gewähren auf freundliche Nachfrage Übernachtungsmöglichen.
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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             Mit der Einfachheit kommt die Stille
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        &lt;/b&gt;&#xD;
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        &lt;br/&gt;&#xD;
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            Wer die Einfachheit liebt, ist beim Pilgern richtig. Und mit der Einfachheit kommt die Stille. Meine Erfahrung ist paradox: Ich verlasse mein Zuhause, mache mich auf in die Fremde, um bei mir zuhause zu sein. Mein gewohnter Alltag bleibt zurück, all die Termine und Zwänge. Alles Wesentliche passt in meinen Rucksack. Schritt für Schritt öffne ich mich für die Gegenwart Gottes. Ich beginne, nach innen zu lauschen. Ich fühle mich frei - in der Weite der Landschaft, den hohen Himmel über mir. Zum Ende unserer zweiten Pilgerreise fiel mir auf, dass uns viele Menschen anlächelten. Ich schaute auf meine Freundin. Sie hielt ihren Blick gesenkt, schaute leicht nach unten, lächelte still, die Hände vor dem Bauch verschränkt. Sah ich auch so zufrieden aus? - Wohl ja.
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      &lt;/div&gt;&#xD;
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        &lt;br/&gt;&#xD;
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        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Viele hatten ein Herz für uns
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        &lt;/b&gt;&#xD;
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      &lt;div&gt;&#xD;
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      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Seltsam ist auch, dass in der Fremde sein nicht Einsamkeit bedeutet. Herzliche Begegnungen gehören zur Pilgerreise. Wir haben viele hilfsbereite Menschen gefunden. Viele hatten ein Herz für uns, nahmen uns ein Stück mit, als wir uns verlaufen hatten. Denn zum Pilgern gehört auch eine Prise Abenteuerlust. Wir haben uns oft verlaufen. Unser Orientierungssinn ist nicht der beste. Wir sind auch manchmal aneinandergeraten. Und haben uns wieder zusammengerauft. Wir hatten tiefe Gespräche, haben viel gelacht und geschwiegen.
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      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
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      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Viele Menschen fanden uns interessant. Manche waren neugierig. Wollten wissen, woher wir kommen, wohin wir gehen. Zwei Jungs in einem Döner-Imbiss schauten uns kichernd an, als wir ziemlich hungrig und verschwitzt mit unseren dicken Rucksäcken an die Theke gingen. Als wir erzählten, dass wir durch den großen Wald gekommen sind, staunten sie. Und als sie hörten, wie weit wir noch gehen wollten, wurden ihre Augen noch größer.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
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        &lt;br/&gt;&#xD;
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      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Die kostbare Perle berühren
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Pilgern hat seinen eigenen Rhythmus. Pilgern ist nicht gleich wandern. Wer pilgert, geht vor allem einen inneren Weg. Wir folgten der Jakobsmuschel. Auf den Wegweisern zeigen nicht ihre Strahlen die Richtung an. Es ist ihr Fuß, dem es zu folgen gilt. Denn dort formt sich die Perle. Am Ende unserer zweiten Pilgerreise saßen wir auf einer kleinen Bank hinter der Schlosskirche Corvey. Wir betrachteten einen kleinen Rosenstrauch. In Stille - jede für sich. Das war ein friedlicher Moment. Wer am Ende seiner Reise noch einmal innehält, fühlt Dankbarkeit dafür, dieser kostbaren Perle im Innersten etwas näher gekommen zu sein.
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      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 23 Nov 2025 15:36:28 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Unterwegs im Niemandsland</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Seit Monaten ergeht es mir so wie diesem Erpel: Ich nehme Anlauf und wieder Anlauf und noch einmal Anlauf – bin sozusagen im chronischen Daueranlauf, endlich abzuheben und wieder einen Artikel für meinen Blog zu verfassen. Im Januar kam mir die Idee, davon zu schreiben, wie es ist, in solch einer Lebensphase auszuharren, in der nichts voranzugehen scheint. Ich kann mich anstrengen wie ich will: Gefühlt bewege ich mich nicht vom Fleck. Ich klebe fest. Das Leben nimmt seinen Lauf und zugleich klebe ich fest – und zwar genau dort, wo ich mir einen Wandel ersehne. Inzwischen ist es Sommer.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dem französischen Schriftsteller Anatole France (1844-1924) waren solche Lebensphasen offensichtlich vertraut. Er fand dazu weise Worte: „Alle Veränderungen, sogar die meist ersehnten, haben ihre Melancholie. Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst. Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten können.“ –  Seine Worte habe ich auf eine kleine Karte geschrieben und über meinen Schreibtisch gepinnt. Ich lese sie öfters… wir müssen einem Leben Lebewohl sagen… das klingt nach Verzicht, nach ungewolltem Abschied.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Konturen einer möglichen Zukunft
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Von einer vertrauten Lebensphase Abschied zu nehmen, fällt den meisten Menschen schwer.  Neulich sprach ich mit einer jungen Frau, die aufs Land ziehen möchte. Die Stadt behagt ihr nicht mehr. Viele Freunde sind nach dem gemeinsamen Studium weggezogen. Ihr Entschluss scheint fest zu stehen. Sie wagt einen ersten Schritt ins Niemandsland und bewirbt sich auf eine Stelle im ausgewählten Ort. Konturen einer möglichen Zukunft zeichnen sich ab. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch die Umrisse bleiben noch blass. Wenn wir uns im Niemandsland bewegen, befinden wir uns quasi im Dazwischen. Dieses Dazwischen ist der Weg, den wir zurückzulegen haben, wenn wir „einem alten Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten können“. Noch ist ungewiss, wie sich die Dinge fügen werden. Und zugleich spüren wir: Das Alte verliert an Kraft. Das Neue liegt im Nebel.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wer im Niemandsland steckt, bewegt sich und hat doch den Eindruck, ausharren zu müssen und eben nicht vom Fleck zu kommen. Es kann auch sein, dass wir ein/zwei Schritte zurückgehen, um wieder sicheren Boden zu spüren. Die Frau, von der ich vorhin erzählt habe, erhielt eine Einladung zum Bewerbungsgespräch. Danach fühlte sie sich unsicherer als zuvor. Die Stelle sagte ihr nicht zu; der Ort wirkte fremd. Vielleicht war ihr Schritt doch zu groß? 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Auf den inneren Kompass hören
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In solch einem Fall ist es hilfreich, auf unseren inneren Kompass zu hören. Sich also Zeit zu nehmen, die Zweifel zu betrachten, vielleicht auch Zeit zu nehmen für eine Beratung oder Begleitung. Es mag sein, dass es sinnvoll ist, sich neu auszurichten. Das muss kein Rückzug ins Überlebte sein. Aber es kann gut sein, einen Plan B zu entwerfen. Um bei der Frau zu bleiben: Sie könnte im Umland der Stadt nach einer neuen Bleibe suchen. Dann bräuchte sie ihre bisherige Stelle, die ihr sehr gefällt, nicht aufgeben. Wandel passiert ja nicht nur im Außen, sondern vor allem im Innen. Die äußere Handlung ist eben oft erst der Ausdruck einer neuen inneren Ausrichtung. Das Niemandsland gilt es, stets zu durchwandern. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Was mich betrifft, fehlte mir in den letzten Monaten die Muße zum Schreiben. Auch ich habe „einem alten Leben Lebewohl zu sagen“. Schon eine Weile gehe ich durchs Niemandsland. Nach dem Tod meiner Mutter Anfang des Jahres habe mich neu auszurichten. Dieser Wandel braucht seine Zeit. Er lässt sich nicht erzwingen und ebenso wenig aufhalten. Ich habe ihn vielmehr auszuhalten. Und so stehe ich mit einem Fuß noch im Niemandsland. Mein anderer Fuß ist einen Schritt weiter und spürt festen Boden. Inzwischen ist es Sommer.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 19 Aug 2025 08:22:06 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Kater auf Kipp</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Was erst einmal niedlich anzuschauen ist, wird auf Dauer ungemütlich. Unser Kater suchte sich nach einer Weile ein Plätzchen, auf dem er sich ausstrecken konnte. Er hatte sich entschieden und seine Wahl zwischen Yogakissen und Baumwolldecke getroffen. Uns ergeht es oft ähnlich: Ist eine Entscheidung endlich gefällt, löst sich die gedankliche Enge und zurück bleibt freier Raum. Wir fühlen uns erleichtert. Später dann merken wir, wie sich dieser Raum erneut mit Gedanken füllt. Vielleicht auch mit Aufregung oder gar Unbehagen. Denn wir ahnen, dass wir den eingeschlagenen Weg nun auch zu gehen haben.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Schritt für Schritt
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Jedes Entscheiden ist Teil eines Prozesses: Ein Schritt ist gegangen – durchpusten – und dann steht der nächste Schritt an – wieder durchpusten – dann der nächste Schritt. Wesentliche Entscheidungen geben unserem Leben eine neue Richtung. Sie gleichen großen Perlen, aufgefädelt auf einer Kette zwischen kleineren Perlen. Große und damit wesentliche Entscheidungen reifen oft über lange Zeiträume. Viele kleine Entschlüsse münden in eine große Entscheidung und viele kleine Entschlüsse schließen sich an, um die große Entscheidung ins Leben zu tragen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ich kannte eine Frau, die unglücklich verheiratet war. Gedanken an Trennung verfolgten sie über etliche Jahre. Schließlich suchte sie eine Beratung auf. Sie sprach mit niemandem darüber. Diese Beratung dauerte auch wieder einige Jahre. In dieser Zeit unternahm die Frau viele kleine Einzelschritte in die Selbstständigkeit. Schließlich wagte sie Trennung und Auszug. Sie wagte es auch, ihre Familie über ihr Gehen zu informieren und fand Worte für ihre Situation. Im Rückblick hatte sie Entscheidungen getroffen, von denen sie geglaubt hatte, dass sie sie niemals würde treffen können. Und doch war sie diesen Weg gegangen. Wie war das möglich?
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Mut ist Angst, die gebetet hat.“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Erstes fällt auf, dass die Frau sich viele Jahre Zeit nehmen musste, um eben die Trennungsgedanken in die Tat umsetzen zu können. Sie war seit Kindertagen gewohnt, emotionale Anspannung auszuhalten. Sie war auch gewohnt, ihre eigenen Bedürfnisse auszublenden. Sie traute sich nicht viel zu, begehrte nicht auf, hielt sich für unpassend und minderwertig. So saß sie jahrelang auf Kipp: chronisch unzufrieden zwischen den trostlosen Alternativen, entweder unglücklich gebunden zu bleiben oder auf dem risikoreichen Weg in die ungewisse Freiheit zu scheitern. Ihre Angst, keinerlei Werkzeug für eine Trennung und die Zeit danach zu besitzen, band sie an die überlebten Verhältnisse. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Zweites fällt auf, dass dort, wo Angst herrscht, auch Mut ist. „Mut ist Angst, die gebetet hat“, sagt Corrie ten Boom, eine beherzte Frau, die während der deutschen Besetzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg Juden in ihrem Haus versteckt hielt, verraten wurde und das KZ überlebte. Wer seiner Angst ins Gesicht blicken kann, gewinnt den Mut, erste Schritte aus inneren und äußeren Gefängnissen zu gehen. Meine Bekannte entschied sie sich für eine Beratung. Ihre Bedingung an die Beraterin: Niemand durfte davon erfahren. Später ging sie weiter, nahm an Kursen teil, lernte Menschen kennen, die sie als Person schätzten. Sie sammelte viele gute Erfahrungen, nahm nicht mehr alles hin, sprach Widerworte, stand für sich ein. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Warten und das Erfahrene reifen lassen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Drittes fällt auf, dass zwischen jeder Entscheidung Pausen liegen. Wer einen Rosenkranz besitzt, weiß, dass die Perlen derart geknotet sind, dass sie einander nicht berühren. Oder das Band ist länger, damit die Perlen beim Gebet verschoben werden können. Jede Perle steht für ein Teilgebet des Rosenkranzes. Zwischen den Worten liegen kurze Pausen. Sie verleihen dem Gebet Rhythmus und Struktur. Und sie schenken Momente der Stille. Übertragen auf Entscheidungsprozesse, sind ruhige Zeiten wertvoll. Pausen helfen, die eigene Wahrnehmung zu schärfen: Welche Gedanken und Gefühle tauchen in mir auf? Was ist anders als vor meiner Entscheidung? Welche Konsequenzen erhoffe oder befürchte ich? Was gilt es zu überdenken? Wen kann ich noch einmal um Rat fragen? Eventuell steht auch eine neue Ausrichtung an. Kurzum: Wir lassen das Erfahrene sacken und reifen für den nächsten Schritt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Letztes fällt auf, dass Entscheidungen – seien sie nun freiwillig oder unfreiwillig getroffen – durchgetragen werden wollen. Was bedeutet das? Stagnierende, abgebrochene oder rückläufige Entscheidungsprozesse sperren sich gegen den Impuls des Vorwärts. Das Leben zieht stets nach vorn. Wesentliche Entscheidungen mit Bedacht zu treffen, ist ratsam. Wer sich aber ausbremst oder in seinem Tun ausgebremst wird, verliert Energie. Unvollendet gelebte Entscheidungen strengen an. Wer in diesem Zwischenreich hocken bleibt, läuft Gefahr, verdrießlich auf die Welt zu reagieren. Die Frau, von der ich berichtete, machte sich schließlich auf ihren Weg und fand ihre Lebendigkeit wieder. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 18:48:26 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Sandmanns Winterreise</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Über Nacht hat es geschneit. Die Felder sind schneebedeckt, die Bäume weiß überzogen. Schmal ist der breite Weg geworden, nur noch ein Pfad. Der Wanderer schiebt sein Rad durch die stille Landschaft. Er hätte eine andere, schnellere Route entlang der geräumten Straße nehmen können. - Er nahm diesen Pfad.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Kein Grün lenkt den Blick ab
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         Der Winter macht langsam. Oft auch vorsichtig. Wir ziehen uns warm an, schützen uns vor der Kälte. Wir setzen die Schritte gezielter, horchen auf das Knirschen des Schnees unter den Schuhen. Das Weiß betont die Strukturen der Landschaft, die Schönheit der Baumkronen. Kein Grün lenkt den Blick ab von diesem stillen Weiß.
          &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Winter macht munter. Die Luft ist oft so frisch und klar, dass sie jede Müdigkeit aus den Knochen treibt. Wir können wieder durchatmen. Der Kopf wird frei. Durch den Schnee zu stapfen, macht einfach gute Laune. Vor allem, wenn die Sonne scheint und es danach wieder ins Warme geht. 
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Der Winter kostet Zeit
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Winter bringt uns aus dem Tritt, wirft Terminkalender über den Haufen und kann bei Glatteis gefährlich werden. Er kostet Zeit, die für Schneeschippen draufgeht. Viele ärgern sich über Neuschnee und matschige Straßen. Ich erinnere mich an einen Winter meiner Kindheit, als wir morgens unser eingeschneites Auto freischaufeln mussten. Das war anstrengend und lustig zugleich. Wer an diesem Tag zu spät zur Schule kam, kriegte keinen Ärger.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         Der Winter bindet ans Haus. Alte Menschen trauen sich nun oft nicht vor die Tür. Die Angst zu fallen, ist größer als die Freude am Schnee. Dann ist es gut, wenn Familie, Nachbarn oder Freunde helfen können und vielleicht den Einkauf übernehmen. Aber auch Jüngere schränken ihren Bewegungsradius ein. Joggen auf vereisten Feldwegen kann im Krankenhaus enden.
          &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         Der Winter lädt ein zur Einkehr
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Winter lädt zur Einkehr ein. – Ich mag dieses Wort: Einkehr – ich kehre bei mir selber ein; ich wünsche mir einen Guten Tag. Wiktionary nennt zwei Bedeutungen: Einkehr kann die äußere Handlung sein, ein Lokal zu betreten und die innere Handlung, sich zu besinnen. Die Herkunft des Worts liegt im mittelhochdeutschen inkere, was so viel bedeutet wie Einzug und in sich gehen. Manchmal fallen im Alltag beide Bedeutungen zusammen. Ich habe ein Lieblings-Lokal, in dem nicht nur der Kaffee schmeckt, sondern auch Raum für ein gutes Gespräch ist. Dort schaut niemand auf die Uhr.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Im Dunkel leuchtet das Licht umso heller
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Winter ist eine stille Zeit. Meteorologisch beginnt er bereits am 1. Dezember und damit kurz nach oder kurz vor Beginn des Advents. Für mich gehören Winter, Advent und Kerzenschein zusammen. Der kalendarische Beginn ist die Wintersonnenwende und damit der kürzeste Tag im Jahr, diesmal der 22. Dezember. Und dann ist auch schon bald Heiligabend. Fallen in diesen Tagen Schnee und Dunkelheit zusammen, leuchtet jedes Licht umso heller. Die Spanne zwischen den Jahren bis zu den Hl. Drei Königen am 6. Januar hat ihren ganz besonderen Reiz. Ich freue mich jedes Jahr auf die zwölf Rauhnächte. Sie liegen ein wenig außerhalb der Zeit und laden – genau – zur Einkehr ein.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Winter lässt Pläne schmieden. Ab Mitte Januar werden die Tage wieder spürbar länger. Es mag noch bitterkalt sein, es mag schneien. Und doch bahnt sich der Frühling seinen Weg: Winterlinge leuchten gelb im Schnee. Und ich überlege, wie mein Garten aussehen soll. Welches Gemüse möchte ich anbauen? Welche Blumen anziehen? Die Aussaat von Tomaten beginnt oft schon Ende Februar/Anfang März – also kalendarisch noch mitten im Winter.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Welchen Pfad schlage ich ein?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         Und achten Sie einmal darauf: Wir säen im Winter nicht nur Tomaten, sondern auch Gedanken, Ideen, Projekte, die dann im Jahreslauf – wenn wir unsere Energie wieder mehr nach außen richten - Gestalt annehmen werden. Mein Blick fällt noch einmal auf das Bild des Wanderers. In einem Jahr werde ich dann von Neuem darüber nachsinnen, welchen Pfad ich in den Monaten zuvor eingeschlagen habe, wie ich vorangekommen bin und wohin mich mein Pfad wohl noch führen wird.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Jan 2024 15:59:59 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Ganz schön neben der Spur!</title>
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  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/439c5dd768ca41c5b847244ee1796a41/dms3rep/multi/Blume.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Das kleine Hornveilchen blüht neben der Spur. Fährt ein Auto die Grundstückseinfahrt entlang, bleibt es von den Reifen unberührt. Sie rollen direkt an ihm vorbei. Derweil duckt es sich ins Grün zwischen den Pflastersteinen und zieht den aufmerksamen Blick auf sich. Ich staune und fahre noch einmal nach Hause, um mein Smartphone für ein Foto zu holen.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Lebenskunst lernen
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Das Hornveilchen beeindruckt mich gleich aus mehreren Gründen:
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
          
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         •    Es wächst dort, wo es andere Pflanzen nicht hinzieht
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         •    Es ist vital – seine Blütezeit beginnt im Frühjahr und dauert nach einem sommerlichen Rückschnitt bis zum ersten Frost
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         •    Wo es ihm gefällt, da sät es sich selbst aus
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         •    Es ist schön anzuschauen – seine zierlichen, bunten Blüten machen gute Laune
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Kurzum: Das Hornveilchen ist ein Lebenskünstler
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         .
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         Solch ein zähes Blümchen wie das Hornveilchen hat offensichtlich das Zeug dazu, uns Menschen zu inspirieren, mehr und mehr zu Lebenskünstlern zu werden. Aber was ist eigentlich Lebenskunst? - Ich habe bei Wikipedia nachgelesen und diese Infos sind mir ins Auge gefallen: Ein Lebenskünstler ist eine Person, die es versteht, aus allen Situationen im Leben das Beste zu machen. Das erfordert einen klaren Blick auf die eigenen Lebensumstände und die Bereitschaft, aus sich heraus zu leben, also individuelle, kreative Lösungen zu suchen und nicht vorschnell nach Schema F zu handeln.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Stehe ich mir selbst im Weg?
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         Dafür braucht es geistige Wendigkeit. Die wiederum lässt sich trainieren. Und zwar ganz konkret im Alltag, im Beruf, in unserem Tun und Lassen, in unseren Familien und Beziehungen. Erst einmal gilt es, ein Gespür für sich selbst zu bekommen. Lebe ich wirklich aus mir heraus? Oder gibt es da tief gespurte Bilder, Vorstellungen und Erwartungen in mir, mit denen ich mir selbst im Wege stehe? Vielleicht meine ich, dass das Leben ungerecht ist oder dass ich um mein Glück kämpfen muss oder dass ich stets die Erste sein muss. Je ungeprüfter ich solche Sätze lebe, umso enger wird mein Blickwinkel auf die Welt und desto weniger lebe ich aus mir selbst heraus.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         Zusätzlich – und das macht es noch komplizierter - haben Partner oft Bilder voneinander, was sie füreinander sein sollen oder wie ihre Beziehung zu sein hat. Passen die jeweiligen Bilder vom Gegenüber zueinander und jeder erfüllt seinen Part, läuft alles glatt. Und wenn nicht? Wer vom anderen stets Trost und Verständnis erwartet, reagiert enttäuscht, wenn der andere dies gerade einmal  nicht geben kann. Und wer von sich erwartet, stets Trost spenden zu müssen, hadert mit sich, weil das Leben Situationen schafft, in der er/sie das nicht mehr kann und selbst Trost bräuchte.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          In die Weite gehen
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         Oft streiten wir dann um die jeweiligen Bilder, die wir uns auf keinen Fall wegnehmen lassen wollen. Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, überlebte Vorstellungen ziehen zu lassen und einen freieren Blick auf sich selbst und das Gegenüber zu wagen. Denn unsere Person ist stets mehr als das Bild, dem sie entsprechen soll. Und in diesem Mehr liegt der eigentliche Reiz einer echten Begegnung. Wir sind in Kontakt und bewahren zugleich unser Geheimnis. Denn wer kann schon behaupten, sich selbst und den anderen wirklich zu 100 % zu kennen?
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         Beziehungen sind ein ideales Feld, um geistig wendig zu bleiben und zu trainieren, mehr aus sich heraus zu leben. Wenn wir gute Zeiten annehmen und schwierigen Zeiten etwas Gutes abgewinnen können, besitzen wir zwar keinen Freifahrtschein ins Glück. Aber wir gewinnen einen weiten Blick und die Fähigkeit, aus uns heraus und damit der jeweiligen Situation angemessener zu handeln. Und wer wie ein Lebenskünstler schön neben der Spur bleibt, kommt nicht so schnell unter die Räder.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Jan 2024 11:10:43 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Wer fleißig eine Grube gräbt...</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Ich bin dabei, meinen Rechner zu beerdigen. -Ja, Sie haben richtig gelesen: Ich beerdige meinen Rechner. Einer meiner Söhne arbeitet im Handwerk und sagt diesen Satz stets dann, wenn die Reparaturkosten eines Wäschetrockners, einer Waschmaschine oder eines anderen Weißgeräts deutlich über dem Wert des treuen, aber maroden Haushaltshelfers liegen: „Wir haben heute einen Herd beerdigt.“ – Tja, auch mein Rechner war über die Jahre immer langsamer und beim Hochfahren immer lauter geworden. Niemand mehr wollte sich dieser Geduldsprobe noch aussetzen bis auf mich. Während der Rechner in die Gänge kam, habe ich schon mal angefangen, die Handtücher zusammen zu legen und mir schnell noch einen Tee aufgesetzt.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich gestehe, mit der Zeit wurde auch ich mürbe. Und nun bin ich an den Punkt gekommen, lieber die Mühe der Umrüstung auf mich zu nehmen, als tatenlos zuzusehen, wie mein Rechner ohne Datensicherung den Geist aufgibt. Faktisch habe ich zwar noch nicht den Stecker gezogen. Aber ich bin – wie das Foto sinnbildlich zeigt - fleißig dabei, dem guten Stück eine Grube zu graben. Inzwischen sind fast alle Dokumente, Downloads, Fotos und Emails gesichtet, gelöscht, auf den neuen Laptop übertragen oder auf der Externen gespeichert.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Im Mangel verharren oder über sich selbst staunen
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         Für eine „computerophobe“ Person wie mich ist dieses digitale Umrüsten eine nervliche Meisterleistung. Inzwischen finde ich sogar schon Gefallen an der neuen, wendigen Funkmaus und am handlichen Laptop - erstaunlich. Es stimmt, wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Es braucht oft handfesten Druck von außen, um unsere Veränderungsbereitschaft zu aktivieren. Bis dahin halten wir uns mit etlichen Anpassungsleistungen über Wasser. Wir gewöhnen uns an den Mangel und geben ihm vielleicht noch eine besondere Note („Mein Rechner lehrt mich, geduldig zu sein.“). Oder wir vermeiden den Blick auf den drohenden Datenabsturz („Wird schon gut gehen.“). Über kurz oder lang braut sich dann allerdings doch Entscheidungsdruck zusammen.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         In überlebten Beziehungen kommt es dann häufig zu Abstürzen, also zu Trennungen von hier auf jetzt. Die verlassene Person versteht oft die Welt nicht mehr, steht geradezu unter Schock. Später wird deutlich, dass das Ziehen des Schluss-Striches einen jahrelangen Anlauf brauchte. Das betrifft nicht nur die Person, die aktiv geht, sondern auch die Person, die zurückbleibt. Beide hegten immer wieder Trennungsgedanken, beide zogen sich emotional voneinander zurück, langsam, aber kontinuierlich. Eine wirkliche Aussprache wurde vermieden bzw. es fehlte die Kraft dafür. Schließlich wird die Beziehung leer. Das Auseinanderfallen im Nachhinein zu erkennen, kann sehr schmerzhaft sein, vor allem wenn ein Partner den anderen noch liebt.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Lässt sich solchen Abstürzen vorbeugen? Was können Sie tun, um Ihre Partnerschaft lebendig zu erhalten?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         •    Zuerst einmal braucht es Mut und Vertrauen in sich selbst und die Beziehung, um sich zu öffnen und damit zu zeigen. Wir sollten einander also ohne Visier begegnen, um drängende Themen zeitnah ansprechen und auch anhören zu können. Viele Menschen wünschen sich solch eine Beziehung auf Augenhöhe. Der Weg dorthin ist ein Übungsweg und daher nie gerade; oft braucht es mehrere Anläufe, um wirklich miteinander zu sprechen. Denn stets schwingt ja auch die Furcht mit, den anderen vor den Kopf zu stoßen oder gar zu verlieren. Auf der anderen Seite stärkt jedes Verstehen, jede gemeinsame Lösung den Zusammenhalt. Hilfe von außen kann für beide angezeigt sein, wenn emotionale Altlasten aus der Biographie und/oder aus der aktuellen Beziehung das Vertrauen erschüttern.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         •    Partnerschaften, in denen einer oder beide den anderen mit Worten quälen und/oder körperlich verletzen, leiden unter dem Verlust von Respekt. Meist hegt ein Partner den stillen Wunsch, sich zu trennen, hat aber zugleich auch große Angst davor. Emotionale und/oder materielle Abhängigkeit können das Empfinden, keine Wahl zu haben, noch verstärken. Paartherapien überfordern hier oft. Individuelle Begleitung kann helfen, sofern sie ausreichend Schutz und Sicherheit gibt.  
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         •    Und auch dies kann sein: Manchmal möchten wir uns gar nicht vom Partner trennen. Wir sprechen zwar von Trennung. Aber je klarer wir uns werden, desto stärker spüren wir, dass die Beziehung stagniert, weil einer oder beide in einem überlebten Alltag verharren. Vielleicht hätte ich schon längst die Stelle wechseln sollen. Aber mir fehlt der Mut und meine Unzufriedenheit provoziert Streit in der Beziehung. Es ist ratsam, sich selbst zu prüfen, wem die Trennung gilt: einer Person oder einer Haltung bzw. einer Lebensphase. – Oder überspitzt gefragt: Nicht wen, sondern was habe ich zu begraben?
          &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Jan 2024 11:07:06 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Tasse ohne Henkel</title>
      <link>https://www.sandmann-peine.de/die-tasse-ohne-henkel</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Neulich bestellte mein Sohn vier Kaffeetassen. Als er das Paket öffnete, fiel ihm ein abgebrochener Henkel entgegen. Wir dachten, okay, vielleicht können wir ihn wieder ankleben. Inzwischen haben wir den Henkel verlegt. Er ist weg. Die Firma schickte zwar sofort Ersatz. Aber was tun mit der Tasse ohne Henkel? Nur der Henkelstumpf ist noch dran an der Tasse. Er ragt in die Luft, zeigt ins Leere. Überhaupt dieser Stumpf. Wozu soll der nütze sein? Also weg damit! - Ich wiege die Tasse in meiner Hand. Mit dem Daumen kann ich sie gut am Stumpf halten – diese Tasse hat Charakter, sie ist ein Unikat. Ich könnte in ihr meinen Matcha-Tee aufschäumen...ja, das klappt gut. Die Tasse ohne Henkel ist wie geschaffen dafür. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Ersetzt, aber nicht verloren
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Jeder ist ersetzbar“, meinte einmal ein Freund zu mir. Er war krank geworden und erleichtert, dass sein Team ihn so gut vertreten hatte. Ich freute mich für ihn und zugleich blieb ich an seinem Satz hängen. „Jeder ist ersetzbar“ kann ja ganz verschieden verstanden werden. Zum einen, dass ich mich nicht allzu wichtig nehme und sehr genau weiß, dass andere Menschen meine Aufgaben übernehmen können. Vielleicht erfüllen sie ihre Funktion auch besser als ich es konnte. Wie auch immer, ich weiß um meine Begrenztheit und kann die Unterstützung anderer annehmen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zum anderen - Sie erinnern sich an die Tasse ohne Henkel? Sie wurde von einer Tasse mit Henkel ersetzt. Sie ging aber nicht verloren, sondern fand ihren eigentlichen Platz in meiner Teekiste. Der Vergleich mag etwas gewagt sein, aber ich denke, so ähnlich ist es bei uns Menschen auch. Wir Menschen sind mehr als die Summe unserer Rollen und Funktionen, die wir übernehmen. Dieses Mehr ist schwer zu greifen und doch umfasst es alles, was wir als Menschsein bezeichnen: Im Tiefsten sind wir allesamt Unikate und somit nicht ersetzbar. Jede und jeden von uns gibt es nur einmal. Das schließt nicht aus, dass andere Menschen Spuren in uns hinterlassen. Und auch wir hinterlassen Spuren in den Menschen, die uns umgeben – allein durch unser Dasein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Von Augenblick zu Augenblick
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jede Spur hat ihren eigenen Verlauf und damit ihren individuellen Abdruck in der Seele. Ein Beispiel: In meiner Jugend hatte ich eine Reihe schmerzhafter Zahnbehandlungen durchzustehen. Schließlich fürchtete ich mich vor jedem Termin. Nach einigen Jahren fand ich über eine Empfehlung einen neuen Zahnarzt. Er war so ruhig und bedacht, dass auch ich ruhiger wurde. Als er in den Ruhestand ging, wechselte ich zu seiner Kollegin. Sie macht ihre Arbeit gut und zugleich bleibt ihr Vorgänger in mir präsent. Die innere Spur setzt sich fort: Mein Erfahrungsschatz zum Thema Zahnarzt wird um weitere Facetten reicher. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein anderes Beispiel: Wenn sich Paare trennen, kommt es häufiger vor, dass die Partner ihre gemeinsame Vergangenheit auslöschen wollen. Manchmal gehen sie schnell neue Beziehungen ein in der unausgesprochenen Hoffnung, das schmerzhafte Alte möge damit doch verschwinden. Meist bleibt es.Wer „alles“ hinter sich lassen will, übersieht, dass wir Menschen Gewordene sind. Mit der Vergangenheit im Gepäck gehen wir nach vorn - von Augenblick zu Augenblick. Wir können überholte Verhaltensweisen ablegen, ebenso schlimme Erfahrungen mildern und damit unbeschwerter gehen. Die Spuren naher Menschen lassen sich dennoch nicht tilgen. Verbundenheit im guten Sinne bleibt. Oft trägt sie einen sogar weiter durchs Leben. Sie wirkt, auch wenn sie im Alltag kaum spürbar ist oder vielleicht auch verleugnet wird.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Sich im Tiefsten treu bleiben
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es gibt Menschen, die gehen durchs Leben wie ein guter Wein. Sie reifen an ihren Beziehungen und an dem, was das Leben ihnen zumutet. Im besten Fall bleiben sie sich im Tiefsten treu. Gespräche und Begegnungen mit diesen Menschen tun gut. Wir fühlen uns wohl in ihrer Gegenwart. Diese Menschen sind nicht perfekt. Sie sind nicht optimal an die Erfordernisse der Welt angepasst. Sie machen Fehler, wissen um ihre Schwächen. Sie bleiben unvollkommen wie die Tasse ohne Henkel. Und doch haben sie ihren Platz gefunden. Sie spüren, wenn sie im Alltag den roten Faden verlieren und  bringen den Mut auf, innezuhalten und zu fragen: Bin ich auf dem richtigen Weg? Oder steht es an, nun eine Abzweigung ins Ungewisse zu nehmen?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dann braucht es Mut, den ersten Schritt zu gehen.Wer an das Wirken Gottes bzw. an eine göttliche Quelle glaubt, kann darauf vertrauen, in solchen Momenten geführt zu werden.Wir können auch Kraft aus der Erfahrung schöpfen, dass das Leben uns trägt und einen zweiten Schritt setzen. Wir können auf den Beistand lieber Menschen hoffen und den dritten Schritt gehen. - Wie auch immer: Wer sich treu bleiben möchte, steht für sich ein – stets aufs Neue. Das ist eine echte Lebensaufgabe und in diesem Sinne mögen Sie meine Frage „Fühlen Sie sich manchmal auch wie eine Tasse ohne Henkel?“ durchaus sympathisch finden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 31 Aug 2023 15:03:04 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Mit einem Nein wird alles einfacher</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Zwei  Schafe in Neuseeland. Dort gibt es weniger Zäune als hier. Die Weiden sind groß und werden von kaum befahrenen, unbefestigten Straßen durchschnitten. Die beiden haben also ausreichend Platz, ihrer Wege zu gehen. Für den Augenblick des Fotos sind sie einmütig beieinander. Es mag sein, dass sie sich schon nach der nächsten Kurve trennen. Eines bleibt vielleicht stehen. Das Andere schließt sich anderen Schafen an.Und später am Abend kommen sie mit der ganze Herde wieder zusammen, um am Morgen erneut ihren Pfaden zu folgen – immer der Nase nach, mal allein und mal zu zweit inmitten der Herde.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wer aufrichtig ist, lebt zufriedener
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie ahnen es vielleicht schon: Bei uns Menschen liegen die Dinge komplizierter. Manchmal sind wir geradezu Meister darin, die Zeit anzuhalten und dem Leben eben nicht seinen Lauf zu lassen – von wegen immer der Nase nach. Wie mit angezogener Handbremse halten wir an alten Gefühlen fest, bleiben in der Trauer stecken, versinken im Groll oder quälen uns mit Selbsthass, weil wir uns  „um des lieben Friedens willen“ innerlich so lange verbiegen, bis wir uns selbst nicht  mehr wiedererkennen. Ein Beispiel sind Paare, die schöne Augenblicke um jeden Preis konservieren möchten. Sie laufen Gefahr, einander zu verlieren. Und zwar nicht weil sie zu viel streiten, sondern weil sie eben gar nicht streiten. Ihre Vorstellung von einem harmonischen Zusammensein überlagert den Alltag mit seinem täglichen, lebendigen Auf und Ab. Falsch verstandene Einmütigkeit ist erzwungene Harmonie. Sie bremst uns aus und kann auf Dauer krank machen.Wie erfrischend wirkt da ein aufrichtiges Nein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Psychotherapeut und Philosoph Piero Ferrucci beschreibt in seinem Buch „Nur die Freundlichen überleben“ die klärende Kraft der Aufrichtigkeit. Ja, Sie haben richtig gelesen: Aufrichtigkeit und echte Freundlichkeit gehören zusammen. In seinem Buch nennt Ferrucci 18 Eigenschaften, die sich in der freundlichen Haltung bündeln.  Neben der Aufrichtigkeit sind dies unter anderem Vertrauen, Dankbarkeit und Respekt. Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen. Denn Freundlichkeit ist eine Stärke, und es sind die Freundlichen, die sich nicht in Misstrauen, Sorge, Angst und Manipulation verlieren. Allein schon deshalb leben sie oft gesünder und zufriedener als ihre Mitmenschen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Füreinander sichtbar werden
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch zurück zur Aufrichtigkeit. - Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wie es gehen kann, ehrlicher mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin zu sprechen – eben aufrichtiger und damit auch aufrechter zu sein. Denn in der Aufrichtigkeit werden wir auch sichtbar. Wir zeigen uns, wie wir sind. Dazu braucht es Überwindung und eben auch Vertrauen, dass mein Gegenüber meine Worte annehmen kann. Vielleicht gelingt dies nicht sofort und beide Partner müssen eine oder mehrere Nächte drüber schlafen. Aber dann können Sie den Faden wieder aufnehmen und erneut ins Gespräch kommen. Sie werden merken: Ein Problem verliert allein schon deshalb an Kraft, indem Sie den Mut haben, es zu benennen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Denn seien wir ehrlich: Es mag oft schmerzen, vom anderen eine unangenehme Wahrheit zu hören. Aber um wie viel mehr kann es schmerzen, wenn die Konfrontation vermieden wird. Konflikte dümpeln dann im Untergrund jahrelang vor sich hin und machen mit der Zeit jede spontane Begegnung unmöglich. Damit geht dann auch die Leichtigkeit verloren, und die Beziehung wird fad.Viele Trennungen gerade auch nach langen Partnerschaften haben ihren Grund genau darin: in der Scheu, das Übel bei der Wurzel zu packen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Das Geschenk innerer Freiheit
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sich selbst und damit auch dem anderen gegenüber aufrichtig zu sein, kann also zutiefst erleichtern und die Beziehung auf lange Sicht lebendig halten. Aufrichtigkeit muss stets aufs Neue gewagt werden. In ihr verborgen ist das Geschenk innerer Freiheit, die stets dann zu spüren ist, wenn ich für mich eingetreten bin, also meine Grenzen achte. Zugleich rührt sie an die tiefe Sehnsucht, als die Person angenommen zu sein, die ich bin. In diesem Sinne einmütig zusammen zu leben, bedeutet, mit Unvereinbarkeiten und damit mit einem gelegentlichen Nein gut leben zu können.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 24 Jun 2023 16:05:17 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Pfui Spinne!?</title>
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  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/439c5dd768ca41c5b847244ee1796a41/dms3rep/multi/Spinne+im+Glas.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Meine Lieblingswerkzeuge zum Fangen einer Spinne sind eine Postkarte und ein Glas. Sitzt die Spinne still an der Wand, stülpe ich ihr das Glas über und schiebe dann die Postkarte unter ihre acht Beine. Derart vor Berührung geschützt, trage ich sie vor die Haustür und lasse sie davon krabbeln. Selbstverständlich in der Hoffnung, dass sie nicht gleich durch das nächste offene Fenster wieder ins Haus zurück huscht.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wir schauten unserer Angst ins Gesicht
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Einmal hatte mein Sohn seinen Rucksack im Flur vergessen. Er hatte ihn lange vergessen. Als er ihn dann doch einmal brauchte, saßen zwei große Spinnen darauf. Da kam ich mit Glas und Postkarte nicht weiter. Und so schauten wir unserer Angst ins Gesicht und schoben den alten Rucksack langsam mit einem Besen aus der Tür heraus auf den Hof. Draußen ruckelten wir etwas kräftiger am Rucksack. Das gefiel den Spinnen nicht und sie krabbelten flugs davon. Ich klopfte den Staub vom Rucksack und mein Sohn nahm ihn wieder in Besitz. Die Reißverschlüsse hatte er damals – vor dem Vergessen – Gott sei Dank geschlossen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ja, manche Spinnen sind schon eklig – und auch etwas gruselig. In meinem Leben sind sie mir schon viele Male über den Weg gelaufen und ich hatte so manchen Kampf  mit mir selbst auszufechten, bis mich die Begegnungen mit ihnen nicht mehr in Angst und Panik versetzten. Heute finde ich sie sogar recht nett. Eine Freundin aus meiner Grundschulzeit liebte die Spinnen in den Ecken ihres Kinderzimmers so sehr, dass sie ihnen Namen gab. So weit gehe ich nicht. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Die Spinne als Weltenweberin
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber ich habe mir angewöhnt, nicht nur die abstoßenden Seiten dieses Krabbeltiers zu sehen, sondern auch die anziehenden. Denn Spinnen kreuzen unsere Wege, seit es Menschen gibt. Und sie haben uns stets fasziniert. In vielen Mythen gilt die Spinne als Weltenweberin, weil sie die Fähigkeit besitzt, aus sich heraus einen Faden zu erzeugen, mit dem sie ihre Netze baut. Spinnen symbolisieren auch die Moiren. So heißen die griechischen Schicksalsgöttinnen, die den Lebensfaden jedes einzelnen Menschen spinnen und damit die Spanne allen Glücks und Leids von der Geburt bis in den Tod bemessen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In der Verhaltenstherapie lernen Menschen, dass nicht die Spinne an sich, sondern die Vorstellung von ihr angstauslösend ist. Und Vorstellungen lassen sich ändern. Deshalb setzen sich Menschen mit Spinnenangst in der Verhaltenstherapie schrittweise der Begegnung mit den Achtbeinern aus. Entwickeln sie ausreichend Mut, dann halten sie die reale Begegnung aus, bis ihre Angst verschwindet. Angst ist vor allem eine körperliche Reaktion auf eine echte oder vermeintliche Gefahr. Sie lässt nach einer Weile nach, wenn wir uns entspannen. In der Verhaltenstherapie lernen wir  also, angemessen auf das einst gefürchtete Tier zu reagieren. Je nach Therapie-Erfolg ändert sich die verzerrte Vorstellung von ihm mehr oder minder stark.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Sinnbild tiefster menschlicher Erfahrung 
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für mich kam eine Verhaltenstherapie nie infrage. Denn ich interessierte mich schon früh für das, was die Spinne für mich symbolisiert. Denn oft ist die Spinne Sinnbild bestimmter Facetten tiefster menschlicher Erfahrung. Wer kennt das nicht? Im Netz einer Spinne hat sich eine Fliege verfangen. Blitzschnell kommt die Spinne aus ihrem Versteck, betäubt die Fliege und verpackt sie in einem Kokon aus Spinnnenseide. Wir schauen fasziniert zu. Wir staunen über den Erfindungsreichtum der Natur und spüren zugleich diesen bangen Hauch einer Ahnung, von einem nahen Menschen vereinnahmt, ja geradezu ausgesaugt zu werden. Von was werden wir an der Bewegung gehindert? Von wem kommen wir nicht los? - Diese Fragen können wir uns stellen, wenn uns Spinnen in Angst und Schrecken versetzen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Oder wir kommen ins Schlafzimmer und sehen, wie sich eine Spinne flugs unter die Dielen verkriecht. Unser Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle ist alarmiert: Wer kann da nachts noch ruhig schlafen, wenn unterm Bett die Gefahr lauert? Oder, oder, oder … die Spinne kann nichts dafür, dass sie mit ihrem Verhalten an menschliche Erfahrungswelten rührt. Als mir dies klar wurde, hörte ich auf, Spinnen einfach aufzusaugen.Ich gewöhnte mich an Glas und Postkarte und fing an, Licht in die Schatten meiner Seele zu werfen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          P.S.: Die Spinne unterm Bett hatte übrigens ein Einsehen. Noch am selben Tag kam sie wieder hervor und ließ sich in den Garten tragen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 26 May 2023 06:17:46 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gewusst wie: in Balance bleiben</title>
      <link>https://www.sandmann-peine.de/gewusst-wie-in-balance-bleiben</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/439c5dd768ca41c5b847244ee1796a41/dms3rep/multi/Yoga-Buddy.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In Balance zu bleiben, ist eine Kunst. Katzenfreunde staunen oft über die akrobatische Gelenkigkeit ihrer Vierbeiner. Und wir Menschen? Was brauchen wir, damit wir unser Gleichgewicht halten können? 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	Erst einmal sicherlich den passenden Körperbau (Katzen haben kein Schlüsselbein, wir schon)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	dann ein gutes Körpergefühl
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	verbunden mit einem ausreichenden Maß an innerer Sammlung
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	dazu ein paar Trainingspartner, die zeigen, wie's geht
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	und schließlich ein Leben lang Zeit zum Üben
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	kurzum: die Freude am unterwegs sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Nun gut, das ist der körperliche Part. Aber was braucht es nun, um das seelische Gleichgewicht zu halten? 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	Erst einmal sicherlich  die passende seelische Verfasstheit (wir sind innerlich oft viel beweglicher als wir glauben)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	und ein Gefühl für die eigenen Bedürfnisse
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	verbunden mit einem ausreichenden Maß an innerer Sammlung 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	dazu ein paar Trainingspartner, die zeigen, wie's geht
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	und schließlich ein Leben lang Zeit zum Üben 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           •	kurzum: die Freude am unterwegs sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ja, Sie haben richtig gelesen. Einige Punkte wiederholen sich. Offensichtlich gibt es Überschneidungen bzw. ein Ineinandergreifen körperlicher und seelischer Balance. Das wird sicherlich etwas deutlicher, wenn ich nun die einzelnen Voraussetzungen seelischen Gleichgewichts betrachte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Die passende seelische Verfasstheit:
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wer schon einmal eine Depression durchmachen musste, weiß, wie stark eine niedergedrückte Stimmung seelisches Erleben zum Erliegen bringen kann. Unverarbeitete schmerzhafte Erfahrungen dämpfen ebenfalls unser Erleben. Tiefe körperlich-geistige Erschöpfung nimmt auch die Kraft zum Fühlen. Festgefahrene Verhaltens- und Denkmuster engen unsere Wahrnehmung ein. Wir nehmen uns und die Welt nur noch aus festgezurrten Blickwinkeln ein. Das Leben wird fad und strengt zugleich über die Maßen an. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die gute Nachricht ist, dass wir innerlich viel beweglicher und damit lebendiger sind als wir glauben. Ein Beispiel: Erfahrenes Leid lässt sich nicht ungeschehen machen. Aber wir können unsere Haltung dazu betrachten und mit der Zeit gegebenenfalls lockern, damit sich festgehaltene Gefühle wandeln können. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ein Gefühl für die eigenen Bedürfnisse:
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In Paarbeziehungen treffen zwei Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen direkt aufeinander. Das kann sich gut anfühlen, aber auch Reibungen verursachen. Kein Mensch wird  stets so sein wie der/die Andere ihn gerade braucht. Ist ein Paar wirklich von Person zu Person verbunden, dann lernen beide, ihr Gegenüber als den Menschen zu nehmen, der er ist. Individuelle Bedürfnisse stehen auch nicht fest, sondern wandeln sich über die Jahre. Die Sexualität ist dafür ein besonders gutes Beispiel. Sie vereint Körper und Seele auf innige Weise und ist intimer Ausdruck eines Menschen. Wer Sexualität auf die Häufigkeit von Sex reduziert, läuft Gefahr, ihr die Tiefe zu nehmen. Sexuelle Bedürfnisse lassen sich ebenso wenig gleichschalten wie das Bedürfnis nach Autonomie oder das Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Leugnen wir unsere eigenen Bedürfnisse, um anderen zu gefallen oder weil der andere sie nicht sehen will, tun wir uns Leid an. Die eigenen echten Bedürfnisse zu erkennen und ernst zu nehmen, ist ein lebenslanges Tun. Es lohnt sich, die eigenen Bedürfnisse immer mal wieder zu prüfen, damit sie nicht in Ersatzbefriedigungen abgleiten. Hamsterkäufe beispielsweise machen das Haus voll, aber die Seele nicht satt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ein ausreichendes Maß an innerer Sammlung:
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wer bin ich? Wofür schlägt mein Herz? Wieso tue ich gerade dies und lasse gerade das? - In Augenblicken innerer Sammlung fragen wir uns genau das. Besonders in Krisen ist es hilfreich, sich Zeiten der Ruhe und Selbstbesinnung zu nehmen. Viele Menschen sehnen sich danach, mehr bei sich selbst zu sein. Dabei übersehen sie, dass nur die Person bei sich zuhause sein kann, die sich auch die Zeit für sich selbst nimmt. Ein zu eng getakteter Alltag produziert eher Hektik und bietet wenig Raum für Stille.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kommen wir gar nicht mehr zur Ruhe, ist unser Motor bereits heiß gelaufen. Mir ist das einmal vor vielen Jahren mit meinem Auto passiert. Ich hatte vergessen, Kühlwasser nachzufüllen. Gott sei Dank war eine Werkstatt in der Nähe. In der inneren Sammlung kühlen wir herunter, werden innerlich wieder weit und bringen uns zurück in die Gegenwart. Innere Sammlung hilft, wieder nach außen zu gehen und geerdete Entscheidungen zu treffen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ein paar Trainingspartner, die zeigen, wie's geht:
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Schon im Mutterleib spüren wir die Gegenwart von Menschen, die es hoffentlich gut mit uns meinen. Damit meine ich keine fehlerlosen Menschen. Sondern Menschen, die aus ihren Erfahrungen lernen und vor allem ein warmes Herz haben. Menschen, die uns lieben und denen wir vertrauen können, sind ein Schatz. Oft erzählen mir Menschen von traurigen und schmerzhaften Kindheitserlebnissen. Fast ebenso oft tauchen beim Sprechen aber auch eine Oma, ein Opa oder ein guter Freund auf, die für uns da waren. Unser Herz merkt sich, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden. Diese tiefe Erfahrung hilft uns später, die Menschen zu erkennen, die uns gut tun.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Partnerschaften sind immer auch Lernräume. In der täglichen Begegnung haben sich Paare abzustimmen, manchmal muss jeder einmal zurückstecken um der gemeinsamen Sache willen. Dann wieder gilt es, den eigenen Standpunkt zu verteidigen. In jeder Lebenslage – vor allem wenn Kinder geboren werden – fordern Partner einander auf, seelisch zu wachsen. Das gilt natürlich auch für Menschen, die allein leben. Die allermeisten von uns haben hilfreiche Menschen um sich, die uns durch ihr Wort und ihr Dasein beistehen und damit unser seelisches Gleichgewicht stärken. Es lohnt sich, hier einmal in einer ruhigen Minute genauer hinzuschauen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ein Leben lang Zeit zum Üben:
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dieser Absatz wird kurz. - Wir Menschen bleiben bis ins hohe Alter lernfähig. Manchen gelingt es, mit dem Leben zu gehen, Überlebtes hinter sich zu lassen und offen zu bleiben für eine freundliche Begegnung. Wer solch einen lebendig gebliebenen Menschen in seiner Nachbarschaft, Familie oder im Freundeskreis hat, kann sich glücklich schätzen. Denn von ihm lässt sich viel lernen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 09 Mar 2023 14:13:42 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Wer’s Glück hat, der sitzt warm</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Diese Zeile stammt aus einem Lied aus dem 30jährigen Krieg. Wer damals warm sitzen durfte, hatte in erster Linie ein solides Dach über dem Kopf und ein Feuer im Herd – kurzum Behaglichkeit, während andere im Regen standen und von der Hand in den Mund leben mussten.  Wer warm sitzt, dem geht es gut. – Sie merken schon, dieser Text ist dem Sitzen gewidmet. Und damit einer Tätigkeit, die heutzutage ein schlechtes Image hat. Dauersitzen tut unserem Körper nicht gut. Das wissen wir alle. Aber darum soll es hier gar nicht gehen. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Wie sollte es weitergehen?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Alles fing damit an, dass mich Ende Juni ein Hexenschuss erwischt hat. Und zwar so richtig! Ich war über Monate hinweg angespannt gewesen.  Mein Hauptauftraggeber war von hier auf jetzt weg gebrochen. Wie sollte es weitergehen? Als ich die Kuh vom Eis hatte, wollte ich durchpusten. Aber mein Rücken machte nicht mit. Ein Hexenschuss tut sehr weh. Ich konnte über mehrere Wochen nicht mehr schmerzfrei sitzen.  Sie glauben nicht, wie anstrengend es sein kann, nicht sitzen zu können. Nur Stehen, Laufen und Liegen waren möglich.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            Am besten klappte das Laufen. Also lief ich. Dazu fällt mir der Satz einer Klientin ein. Sie hatte über ihre emsige Mutter gesprochen, die eigentlich nie zur Ruhe gekommen war. „Aber wenn sie einmal saß, dann saß sie“, erzählte die Klientin. Ihr Satz ist mir hängen geblieben. Sitzen zu bleiben kann einem halt nicht nur in der Schule passieren. Sitzen  bleiben zu dürfen kann auch ein Geschenk sein, weil nun eine Pause angesagt ist.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Sitzen heißt sesshaft werden
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ich spürte am eigenen Leib, wie viel Lebensqualität mir das Sitzen bisher geschenkt hatte und was mir nun verwehrt blieb. Lesen sie mal ein Buch, wenn sie flach auf dem Rücken liegen. Oder trinken Sie einen gemütlichen Tee im Gehen. Oder kuscheln Sie sich im Stehen an Ihren Partner. Es ist ein Unterschied, ob Sie im Stehen über das Meer blicken oder sich einen Platz zum Sitzen suchen und in die Weite schauen. Wer kreativ ist, kombiniert oft Gehen und Sitzen. Im Gehen keimen die Ideen und im Sitzen wird das Ersonnene in eine Form gegossen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In einigen Tagen schließt unser Lieblingsbäcker und geht in den Ruhestand. Viele Jahre standen wir gemeinsam mit anderen treuen Kundinnen und vor allem Kunden samstags in der Brötchen-Schlange. Dieser Bäcker hatte insofern Sitzfleisch, als er auf Filialen verzichtete und einzig auf seine Qualität und die Freundlichkeit seines Teams vertraute. Wir dankten es ihm, indem wir ihm seinen Laden leer kauften. Erst heute Vormittag  nahm der Kunde neben mir die letzten fünf Nougatringe des Tages mit. Andere packten sich noch einmal mehrere Laibe Brot zum Einfrieren ein. So schmerzt der Abschied nicht zu sehr. Im Sitzen liegt auch die Entscheidung, zumindest für einige Augenblicke zu bleiben, sesshaft zu werden. Im Sitzen liegt  etwas Beständiges.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Wer sich setzt, nimmt sich Zeit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Vertraute Gespräche werden gern im Sitzen geführt. Dann sitzen wir beieinander. Viele Paare, die sich über die Jahre aus den Augen verloren haben, verbringen Zeit miteinander ohne wirklich nah zu sein. Sitzen sie dann doch einmal ohne Ablenkung zusammen, wissen sie wenig miteinander anzufangen. Es  braucht es eine Weile, um wieder warm miteinander zu werden.  Bleiben Sie also dran und seien Sie nicht allzu verzagt, wenn Ihnen vorerst die Worte fehlen. Wird das Sitzen als zu anstrengend empfunden, können gemeinsame Spaziergänge helfen, sich wieder aufeinander einzulassen. Eine Bank oder einen Steg zum Verweilen finden Sie sicher auch. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer sich setzt, nimmt sich Zeit – für sich selbst oder sein Gegenüber.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 04 Sep 2022 18:02:30 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Binoxxo und der Reiz des Umwegs</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Binoxxo zählt zu meinen Lieblingsrätseln: In jeder Spalte und jeder Zeile haben sich jeweils fünf Kreuze und Kreise einzufinden. Allerdings dürfen nicht mehr als jeweils zwei von ihnen aufeinander folgen. Es kann also knifflig werden. Neulich spielten mein Sohn und ich Binoxxo. Ich hatte eine Kopie vom Rätsel gemacht und nun ging es darum, wer gewinnt. Meist hat mein Sohn die Nase vorn. Aber diesmal war er still und rätselte, so dachte ich, vor sich hin. Ich war auch still – ich hing nämlich fest. Nirgendwo fand sich eine Möglichkeit, ein Kreuz oder einen Kreis zu setzen. „ … schwierig...“, meinte mein Sohn und ich dachte, es ergeht ihm wie mir.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Aus dem Bauch heraus
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine Weile starrte ich auf die leeren Felder. Dann entschied ich mich zu improvisieren. Ich setzte in der vierten Spalte einen kleinen Kreis mit Bleistift dort, wo ich aus dem Bauch heraus meinte, dass er dorthin gehören könnte. So arbeitete ich mich konzentriert vor, zeichnete kleine Kreise und kleine Kreuze sozusagen provisorisch in die Ecken und freute mich wie Bolle, als ich merkte, dass ich auf der richtigen Spur war. - Schließlich hatte ich jede Spalte, jede Zeile korrekt ausgefüllt. Zufrieden legte ich meinen Bleistift zur Seite und schaute meinen Sohn an. Er zeigte auf den Schnittpunkt  dritte Spalte/9. Zeile und meinte: „Wieso hast du hier nicht einfach weitergemacht? “ 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich schaute hin und fand die Anknüpfung, die ich vor einigen Minuten nicht gefunden hatte: „Also, ich glaub's nicht!“ Die Spalte zählte bereits fünf Kreise. Mit zwei Kreuzen hätte ich sie korrekt füllen können. Mein Sohn hatte das Binoxxo übrigens schon längst gelöst und in Stille auf mich gewartet bzw. derweil sein Brötchen gegessen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Das Leben ist nicht gerade
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diese Runde hatte ich verloren. Ich war einen Umweg gegangen und zu langsam gewesen. Trotzdem ärgerte ich mich nicht. Im Gegenteil: Die Tüftelei hatte mir Spaß gemacht und mich sehr zufrieden ans Ziel geführt. Immerhin hatte ich gut und richtig kombiniert. Für den Rest des Frühstücks versank ich dann ins Nachsinnen über das Wesen von Umwegen. Ist es nicht seltsam, so ging es mir durch den Kopf, wie ein kleines Rätsel das Leben spiegelt? Welches Leben verläuft schon immer geradeaus?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Was ist überhaupt ein Umweg?  Der Umweg ist der Weg, der länger ist als der direkte Weg, heißt es angenehm wertfrei im Internet. Ein Umweg kann klein, weit oder groß sein. Das unterscheidet ihn von der Abkürzung. Sie sollte eigentlich kürzer als der direkte Weg sein. Nach heftigen Regenfällen oder zur falschen Jahreszeit kann sie allerdings enorm Zeit kosten und zur Umkehr zwingen. Während einer Wanderung endete meine Abkürzung einmal in einem Schlammloch. Ein anderes Mal war der Weg eine einzige Eisfläche. Da gab's kein Voran.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Der Umweg als Ausweichmanöver
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Manchmal schlagen wir einen Umweg ein, weil wir den direkten Weg fürchten oder zumindest scheuen. Wir weichen aus – innerlich wie auch äußerlich. Das passiert oft, wenn wir etwas nicht wahrhaben wollen, einen Konflikt leugnen. Dann vermeiden wir ein Gespräch, eine Begegnung und damit eine Klärung. Wenn sich Paare jenseits der Silberhochzeit trennen, dann in häufig unter großen Schmerzen. Oft gab es in der Paargeschichte schon seit langen Jahren immer wieder versteckte Hinweise auf tiefe Unzufriedenheiten. Aus Angst vor einer möglichen Trennung wurden sie nie thematisiert.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Meist spricht zwar ein Partner seine Trennungsgedanken aus. Aber auf eine so versteckte Weise, dass der andere nicht darauf anspringt. Beide weichen aus, gehen ihre jeweiligen Umwege weiter, bis es einer Seite zu viel wird. Dann reicht ein kleiner, fast banaler Anlass und die Trennung wird ausgesprochen. Viele Verlassene reagieren fassungslos. Erst im Blick zurück wird deutlich, dass beide Partner schon sehr lange getrennt unterwegs gewesen waren und inzwischen bereits jeweils eigenen Pfaden folgen. Ein gemeinsames Ziel gibt es nicht mehr. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Der Umweg als Chance
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Manchmal schlagen wir einen Umweg ein, um Zeit zu gewinnen. In Umbrüchen sammeln wir Kraft für die nächste Lebensphase. Oder wir nutzen den Schlenker als Chance, Neues zu lernen. Denn gerade Wege können auch geradewegs ins Unglück führen. Das ist häufig dann der Fall, wenn Ziele einseitig, zu kurz hintereinander oder zu eng gesteckt sind. Inzwischen kennt jeder in seinem Freundeskreis Menschen, die bis zur Erschöpfung arbeiten. Wo bleibt da die Lebensfreude? Ab und an von der eintönigen Piste auf verschlungene Pfade abzubiegen, schenkt Zeit und Muße, das eigene Leben zu überdenken.  Umwege können mit dem Verzicht bisher gewährter Privilegien einhergehen. Vielleicht fällt der Verdienst in einer neuen Arbeitsstelle geringer aus. Dafür bleibt mehr Zeit für die Menschen, die einem am Herzen liegen.Oft tun sich auch neue Wege auf.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nun mögen Sie sagen „Welche Wahl ist denn nun richtig? Der Umweg oder der gerade Weg?“ Da gibt es kein entweder/oder. Eher ein sowohl als auch. Ein Kompass können Sie sich selber sein. Nehmen Sie Gefühle nagender Unzufriedenheit und Traurigkeit ernst. Sie können Anzeichen einer einseitigen Lebensführung sein.Wer nur schnurgerade unterwegs ist und dabei unglücklich ist, braucht vielleicht ein paar Schlenker nach links und rechts, damit der Blick wieder weiter wird. Wer sich auf immer neuen Umwegen durchs Dickicht schlägt, braucht mehr Richtung und Orientierung, damit sein Blick wieder wesentlicher wird. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 03 May 2022 17:10:57 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Am Ende scheitern sie immer</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/439c5dd768ca41c5b847244ee1796a41/dms3rep/multi/IMG_20220315_100702.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          „ ... am Ende scheiterten sie immer.“ 
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Und wenn ich verzweifle, dann erinnere ich mich, dass durch alle Zeiten in der Geschichte der Menschheit die Wahrheit und die Liebe immer gewonnen haben. Es gab Tyrannen und Mörder und eine Zeit lang schienen sie unbesiegbar, doch am Ende scheiterten sie immer. Denke daran – immer.“ - Letzte Woche telefonierte ich mit einer guten Freundin. Wir sprachen über den Krieg in der Ukraine und da fiel ihr dieses Zitat von Mahatma Gandhi ein: „Ich schick' dir was zum Mutmachen!“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wie viel Unglück muss noch kommen?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In den ersten Kriegstagen ging es mir wie so vielen anderen Menschen um mich herum. Ich war fassungslos. Über Wochen hatte sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zugespitzt. Stets blieb noch ein Funken Hoffnung, dass die russischen Truppen doch nur ein Manöver nahe der Grenze abhielten. Dann kam der Krieg und mit ihm Leid, Tod und Verwüstung. Ich lese das Zitat von Gandhi und frage mich, wann Putin wohl scheitern wird und wie viel Unglück bis dahin noch auszuhalten sein wird.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Gewandeltes Leid
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In den letzten Tagen habe ich oft über diese Frage nachgedacht. Niemand kann sie mir beantworten und doch befasst sie mich, die Frage nach dem Leid. Vor allem nach dem unverschuldeten Leid. Krieg und Vertreibung gehören zu den schlimmsten Erfahrungen, denen Menschen ausgesetzt sind. Meine Freundin hat den Zweiten Weltkrieg noch als Kind erlebt. Als sie nun die Bilder aus der Ukraine sah, kamen die Erinnerungen an Angst und Schrecken wieder. Sie erzählte mir davon und zugleich freute sie sich für die ukrainischen Flüchtlinge, dass sie heute mehr Hilfe erhalten als sie damals bekommen hatte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Mit sich im Frieden sein
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ihre Haltung beeindruckt mich. Erlittenes Leid lässt sich nicht auslöschen. Und doch kann sich mit der Zeit der Blick darauf wandeln. So wie ein Baum dort, wo seine Rinde verletzt wurde, neues Gewebe bilden kann, so hat auch unsere Seele die Fähigkeit, sich selbst zu heilen. Ob und wie das geschehen mag, lässt sich nicht vorhersagen. Ein Aspekt mag der tiefe Wunsch nach einem zufriedenen Leben sein. Wer mit sich im Frieden ist, hat sich zuvor oft hart an seinen persönlichen Erschwernissen abgearbeitet. Manchmal schleift einen das Leben regelrecht ab.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Andere werden folgen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Was dann bleibt, ist ein Mensch, der andere sein lassen kann, weil er eben nicht mit sich selber über Kreuz liegt. Vielleicht spricht Gandhi von Menschen wie diesen, wenn er sagt, dass Wahrheit und Liebe immer gewonnen haben. - Neulich ging ich morgens aus dem Haus und sah, dass unsere Waldrebe wieder auszutreiben begann. Aus dem alten und augenscheinlich abgestorbenen Gestrüpp des letzten Jahres wuchs eine erste, zarte Ranke dem Licht entgegen. Andere werden folgen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 29 Mar 2022 07:55:02 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
      <guid>https://www.sandmann-peine.de/am-ende-scheitern-sie-immer</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Erst mal drüber schlafen</title>
      <link>https://www.sandmann-peine.de/erst-mal-drueber-schlafen</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Erst mal drüber schlafen
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/439c5dd768ca41c5b847244ee1796a41/dms3rep/multi/Buddy+schl%C3%A4ft.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Vor zwei Tagen habe ich angefangen, einen therapeutischen Bericht für eine Klientin zu schreiben. Ich sichtete den Verlauf, die umfangreichen Unterlagen und machte mir erste handschriftliche Notizen. Die wiederum füllten schnell eine ganze Seite und in mir schlich die Ahnung hoch, dass dieser Bericht wohl doch nicht in einigen Sätzen geschrieben sein wird. Dann griff ich zum Laptop und begann zu tippen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Den roten Faden finden
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Schließlich habe ich mich knapp drei Stunden an dem Bericht abgearbeitet. Die wesentlichen Punkte waren in eine erste Reihenfolge gebracht; unter dem Strich aber blieb ich unzufrieden. Irgendwie saß das alles noch nicht an seinem Platz. Meine Argumentation wirkte lahm und wenig folgerichtig – kurzum: Mir fehlte der roten Faden. Also tat ich das, was unser Kater bestens beherrscht: Ich legte mich schlafen. - Gegen 2 Uhr nachts wurde ich dann wach … da war doch was … ach ja, mein Bericht … Nun empfand ich meine Arbeit vom Vortag geradezu als unerträglich schlecht, fand hier und dort einen Mangel, überlegte, wie ich es anders machen könnte. Das ärgerte mich: Ich wollte lieber meine Ruhe .. darüber schlief ich dann wieder ein. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Das Wesentliche notieren
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Als ich am frühen Morgen wieder aufwachte, schwirrten mir immer noch einzelne Gedankenfetzen durch den Kopf. Aber etwas hatte sich gewandelt: Mir gefiel, was da in meinem Kopf auftauchte. Das klang schlüssig. Genau so könnte ich den Bericht anpacken. Ich stand auf, nahm mir ein Blatt Papier und notierte alle Punkte. Nachmittags setzte ich mich dann wieder an meinen Laptop. Und nun hatte ich ihn, meinen roten Faden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Licht ins Dickicht bringen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Viele Menschen, die  zum ersten Termin in meine Praxis kommen, haben eine gemeinsame Not: Sie stecken fest in einer Sackgasse und hoffen auf eine schnelle Lösung ihrer Probleme. Das verstehe ich. Zugleich haben Sie sicher schon einmal erlebt, dass sich leidvolle Umstände nicht mit der Brechstange ändern lassen. Manche Problemlagen sind über die Zeit derart verdichtet, dass wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Wie lässt sich Licht in dieses Dickicht bringen? 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Vertrauen und locker lassen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine Möglichkeit besteht im Vertrauen darauf, dass sich Haltungen, Gegebenheiten oder Umstände zurechtrücken, wenn Sie die Zügel etwas locker lassen und auf ihren Körper vertrauen. Für Partnerschaften kann dies zum Beispiel ganz konkret bedeuten, dass ein Problem nicht bis zum Abend geklärt werden muss. Manche Paare diskutieren stundenlang per Whatsapp oder im Bett bis tief in die Nacht über eine Kränkung – ohne sich wirklich verstanden und damit erleichtert zu fühlen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Im Schlaf bleibt das Gehirn aktiv
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nicht alles lässt sich vor dem Schlafengehen lösen – und das ist auch gut so. Denn im Schlaf  bleibt unser Gehirn aktiv. Die tagsüber gesammelten Daten werden neu klassifiziert und gespeichert. Gerade nach emotional belastenden Gesprächen mag es sein, dass Sie morgens klarer aufwachen und die Streitpunkte des Vortags lockerer sehen. Nun wäre also eine gute Gelegenheit, sich noch einmal in Ruhe zusammenzusetzen. Gibt es wirklich noch etwas zu klären? Falls ja, was genau macht Ihnen zu schaffen? Vielleicht finden Sie nun Worte, ohne den Anderen zu treffen. Falls Ihr Problem von gestern heute keines mehr ist, dann darf es gut sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Manchmal darf es auch gut sein
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Etwas gut sein lassen zu können, heißt für mich, einander zu akzeptieren und das Problem von gestern als erledigt zu betrachten. Über eine Angelegenheit zu schlafen bedeutet also, Abstand von etwas zu nehmen und unser Gehirn arbeiten zu lassen. Ist da also etwas dran? - also an den gut gemeinten Ratschlägen, die wir nicht gern hören wollen, weil sie meist zur falschen Zeit kommen: „Schlaf  erst mal eine Nacht drüber“ oder „Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus“.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Schlaf hilft bei komplexen Problemen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im Internet stieß ich dazu auf einen interessanten Hinweis. In einem Artikel (veröffentlicht im Psychoscope – Magazin für Psychologie, Ausgabe 5/17)  berichtet die Autorin über eine Studie von Padraic Monaghan, Professor für Kognition im Fachbereich Psychologie an der Universität Lancaster. Monaghan konnte nachweisen, dass Schlafen die Lösung komplexer Probleme fördert. Gebildet wurden zwei Gruppen von Freiwilligen, die eine Verbindung zwischen verschiedenen Wörtern herzustellen hatten und zwar in den Schwierigkeitsstufen einfach und anspruchsvoll. Die erste Gruppe hatte noch am selben Tag zu antworten; die zweite Gruppe durfte eine Nacht drüber schlafen. Das Ergebnis: Die Gruppe, die schlafen durfte, schnitt bei den anspruchsvollen Fragen deutlich besser ab als die schlaflose Vergleichsgruppe. Bei den einfachen Fragen gab es keine Unterschiede.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Eigene Erfahrungen sammeln
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vielleicht ergeht es Ihnen wie mir und Sie möchten Ihre eigenen Lösungen finden. Dann sammeln Sie Ihre eigenen Erfahrungen zu diesem Thema. Vielleicht erkennen Sie, dass sich einige Probleme wirklich im Schlaf lösen lassen, andere wiederum nicht. Wie auch immer: So ganz nebenbei bekommen Sie auf diese Weise hier und da eine Handvoll Schlaf. Und der wiederum tut nicht nur Katzen gut.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 24 Jan 2022 19:20:55 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Blatt oder Beere? – heraus aus dem Dilemma</title>
      <link>https://www.sandmann-peine.de/blatt-oder-beere-heraus-aus-dem-dilemma</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/439c5dd768ca41c5b847244ee1796a41/dms3rep/multi/Unknown.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Neulich kreuzte diese Weinbergschnecke meinen Weg. Ich hatte etwas Zeit und sah ihr eine Weile zu, wie sie geradewegs über die Steine in Richtung Beere kroch. Kurz vor dem Hindernis stoppte sie, zog ihre Fühler ein und tat ein/zwei Augenblicke gar nichts. Dann wendete sie ihren Kopf, drehte sich nach links und nahm wieder Fahrt auf. Nun lag ihr ein Blatt im Weg; sie kroch einfach darüber hinweg. Vielleicht hatte sie die Wiese dahinter schon im Visier... - wer will's wissen. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Angst vor der falschen Wahl
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nun lassen sich Entscheidungsprozesse von Mensch und Weichtier nicht über einen Kamm scheren. Trotzdem hat mich der Schlenker, der Schnecke überrascht und dazu inspiriert, diesen Text zu schreiben. Denn ihr Verhalten erinnert mich daran, wie es uns Menschen ergeht, wenn wir uns in einem Dilemma befinden. Die Entscheidungsnot ist dann oft so groß, dass wir uns um unseren Schlaf bringen, eben weil der Kopf nicht zur Ruhe kommt. Dilemma kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus „Di“ = zwei und „Lemma“ = Voraussetzung, Annahme zusammen. Ich schwanke also konstant zwischen entweder/oder. Soll ich gehen oder bleiben? Halten sich die Vor- und Nachteile beider  Alternativen die Waage, können wir uns nicht sicher entscheiden. Die Angst, eine falsche Wahl zu treffen, kann eine nötige Entscheidung über Jahre unmöglich machen. Ebenso kann sie uns dazu verleiten, überstürzt eine Wahl zu treffen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Lösungsschritte liegen auch in uns selbst
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Viele Menschen holen sich an diesem Punkt Hilfe von außen: Sie reden mit Freunden und Familie, durchforsten das Internet nach hilfreichen Tipps oder finden professionelle Hilfe. Sie sind damit auf der richtigen Spur, denn ein Dilemma wird dann entkräftet, wenn neue Sichtweisen und Informationen hinzu kommen. Wir suchen sie oft im Außen. Mögliche Lösungsschritte liegen aber auch in uns selbst. Und damit sind wir bei der Methode des Tetralemmas. Im Gegensatz zum Dilemma umfasst es vier (tetra) Annahmen und wird gern in Beratung und Therapie eingesetzt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ursprung in der indischen Logik
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ursprünglich ist das Tetralemma eine Figur der indischen Logik. Nach Wikipedia besteht diese Figur aus vier Sätzen, die einem Objekt eine Eigenschaft 1. zusprechen, 2. absprechen, 3. sowohl zu- als auch absprechen und 4. weder zu- noch absprechen. Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibed entwickelten daraus eine Variante für systemische Strukturaufstellungen, also für die Arbeit mit Bodenankern. Der innere Konflikt wird nach außen gebracht, indem vier mögliche Felder abgegangen werden können: das Eine, das Andere, Beides und Nichts von Beidem. Hinzu kommt ein fünftes Feld, das über die vier Positionen hinausführt und den etwas komplizierten Titel „All dies nicht und selbst das nicht“ trägt, einfacher: das unbekannte Element. Stehen Klienten letztlich auf diesem Platz, gewinnen sie oft Einsichten in ihre Problemlage, die ihnen bisher versperrt geblieben sind.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Tetralemma und Focusing vertragen sich gut
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In meiner Praxis kombiniere ich das Tetralemma stets mit Focusing. Beide Methoden vertragen sich gut. Ganz praktisch heißt das, ich frage meine Klienten nicht nur danach, was ihnen auf dem jeweiligen Feld im Kopf herumgeht. Ich frage auch nach Gefühlen, die eventuell auftauchen und nach Körperempfindungen (Wie stehe ich auf einem bestimmten Feld? Spüre ich einen Druck, evtl. auch einen Bewegungsimpuls?). An einem Beispiel möchte ich Ihnen das Vorgehen verdeutlichen: Vor einigen Jahren hatte ich die Möglichkeit, in ein neues Aufgabenfeld einzusteigen. Einerseits wollte ich zusagen (das Eine), andererseits wollte ich absagen (das Andere). Vielleicht gab es einen Kompromiss (Beides). Vielleicht sollte ich meinen Blick auf etwas anderes richten (Nichts von Beidem). Und für was stand das unbekannte Element? 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Rasch und sauber wie ein Schnitt
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich nahm die einzelnen Platzkarten (Bodenanker) und verteilte sie von meiner Ich-Karte aus im Raum. Dann ging ich die einzelnen Positionen nacheinander bis hin zum unbekannten Element ab. Im  Rückblick entpuppte sich diese letzte Karte als die Interessanteste. Als ich dort stand, fühlte ich mich sehr lebendig. Nach einer kleinen Weile durchzog mich ein Hauch von Scheitern. Ich fühlte mich etwas klamm. Aber nicht klamm genug, um die Finger von dem Projekt zu lassen. Ich sagte zu und lernte viel in den kommenden Jahren. Manchmal kamen mir leise Zweifel, ob das wirklich mein Weg ist. Schließlich kam ich an den Punkt, an dem ich merkte, nun einen Strich ziehen zu müssen. Ein Weitergehen hätte mir geschadet. Meine Entscheidung fiel rasch und sauber wie ein Schnitt. Mein Abschied war herzlich und damit war es gut.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Licht in die eigenen Beweggründe bringen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die allermeisten Klienten arbeiten gern mit dem Tetralemma. Sie staunen, wie unterschiedlich sie die einzelnen Aspekte der Problematik wahrnehmen. Auch Paare nutzen diese Methode gern. Manchmal gibt es Entscheidungsdruck zu einem gemeinsamen Thema, zum Beispiel die Wohnsituation, die beide komplett unterschiedlich bewerten. In solchen Fällen ist es schwer, sich gemeinsam für eine tragfähige Veränderung zu entscheiden und diese auch in die Tat umzusetzen. Einzelaufstellungen können helfen, Licht in die eigenen Beweggründe zu bringen. Tauscht sich das Paar dann in der nächsten Sitzung darüber aus, können sich Türen öffnen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Schnurstracks zurück zum Anfang
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ob das Abgehen des Tetralemmas eine Entscheidung nach sich zieht oder eben nicht, liegt beim Klienten. In jedem Fall bringt es Bewegung ist blockierte Entscheidungsprozesse und ist stets für eine Überraschung gut. Ja, und damit bin ich wieder bei meiner Schnecke vom Anfang. Ein paar Stunden nach unserer Begegnung ging ich den Weg noch einmal. Da sah ich sie wieder, genau an derselben Stelle. Blatt und Beere lagen noch dort. Doch diesmal hatte sie keinen Blick dafür. Die Schnecke kroch schnurstracks an ihnen vorbei von der Wiese zurück in Richtung Busch. Ich ging langsam weiter und fragte mich, welches unbekannte Element sie wohl zur Umkehr bewogen haben mochte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 09 Nov 2021 17:51:15 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Zeit zum Aufräumen</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/439c5dd768ca41c5b847244ee1796a41/dms3rep/multi/Schubkarre.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer einen Garten hegt und pflegt, weiß, dass es keinen Herbst ohne Schubkarre gibt. In den Oktober- und Novemberwochen ist es an der Zeit, aufzuräumen und das Laub des fast vergangenen  Jahres zusammenzukehren. Sträucher sind zurückzuschneiden, Dahlienknollen auszubuddeln und die Rosenstämmchen winterfest zu verpacken. Noch schnell die letzten Zucchini vor dem Frost ernten und die Beete zu mulchen und, und, und... Ich habe mich auch an die Arbeit gemacht und meine schwarze Johannisbeere in Form gebracht.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Mit dem Fuchsschwanz aus der Werkstatt
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wie Sie oben sehen, hätte ich mich da wohl schon eher an die Arbeit machen müssen: Die gesamte Schubkarrenladung stammt von diesem einen Strauch. Ich musste sogar den Fuchsschwanz aus der Werkstatt holen, um ein paar besonders kräftige Ruten abzusägen. Übrigens möglichst bodennah, denn schwarze Johannisbeeren neigen zum Verholzen. Das hatte ich – bevor ich zur Tat schritt – noch einmal eigens nachgelesen und dann auch sehr handfest erfahren. Offensichtlich waren meine letzten Rückschnitte etwas zu zaghaft ausgefallen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Über die rechte Ordnung lässt sich streiten
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im Außen aufzuräumen, kann auch im Inneren für Ordnung sorgen und einem Menschen Stabilität verleihen. Wer das rechte Maß an innerer Ordnung für sich gefunden hat, hinterlässt einen  aufgeräumten Eindruck. Diese Menschen wirken auf andere ausgeglichen, gelöst und zufrieden. Momente, in denen wir uns aufgeräumt fühlen, fühlen sich leicht an, weil das, was uns im Leben umtreibt, gerade still ist bzw. von uns nicht unnötig aufgeblasen wird. Welches Maß von Ordnung dabei als angenehm empfunden wird, ist von Typ zu Typ unterschiedlich. Deshalb arbeitet sich so  manches Paar an diesem Thema ab. Denn was für sie gemütlich ist, kann für ihn schon chaotisch sein. Hier braucht es von beiden Seiten Verständnis und im besten Fall ein ähnliches Ordnungsempfinden vor allem bei den Paaren, die zusammenleben und Kinder haben bzw. sich Kinder wünschen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Sammelplätze für alles auf dem Weg nach oben
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Manchmal scheuen wir davor zurück, regelmäßig klar Schiff zu machen und die Dinge wieder an ihren Platz zu rücken. Vielleicht kennen Sie das von sich oder Ihrer Familie: Sie holen ein Spiel aus dem Schrank und legen es nicht mehr zurück. Sie holen sich eine Tüte Chips aus der Speisekammer und lassen sie leer gefuttert im Wohnzimmer liegen. Die Schubkarre ist nie da, wo man sie sucht, weil sie stets von jemandem im Garten vergessen wird – und dann noch vollgepackt mit Strauchschnitt. - Auch Treppen sind häusliche Sammelplätze für alles, was den Weg in die erste Etage nicht mehr findet. Wer also Autoschlüssel, Einkaufszettel, die neue Jeans oder sein Portemonnaie sucht, sollte erst einmal die Treppe ins Visier nehmen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Pullover im Dornröschenschlaf
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Etwas haben zu wollen, ist offensichtlich attraktiver als etwas wieder  herzugeben. Da spielt es keine Rolle, dass uns oft entfällt, was wir alles haben und damit unser eigen nennen. Ein schönes Beispiel dafür sind im Schrank die vergessenen Pullover, die ganz unten oder in der zweiten Reihe im Dornröschenschlaf liegen. Ordnung im Innen wie Außen halten zu können, setzt also voraus, Dinge, Umstände, Gewohnheiten, aber auch Menschen loslassen zu können. Wer alles und jeden halten möchte, kommt irgendwann nicht mehr vom Fleck bzw. sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Struktur und Fülle: Gartenarbeit kann heilsam sein
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und genau hier kann Gartenarbeit in frischer Novemberluft heilsam sein. Denn der Herbst läutet die Winterruhe ein. Das letzte Laub fällt, die letzten Blumen verblühen, ich schaffe Ordnung. Überlebtes kommt auf den Kompost und wandelt sich in gute Erde. Der Strauchschnitt wird gehäckselt und zum Verrotten unter die Büsche verteilt. Die Fülle des Sommers ist vorbei und macht den Blick frei auf die Strukturen. Die filigranen Kronen kahler Bäume sind oft schön anzusehen, ebenso die Beschaffenheit ihrer Rinde. Struktur und Fülle gehören zusammen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Was ist Ihnen wirklich wichtig?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Räumen wir unseren Garten auf, schaffen wir auch innerlich Platz. Die Seele ordnet sich und öffnet den Blick für das Wesentliche im Leben. Was ist Ihnen wirklich wichtig? Der November ist ein guter Monat, sich innerlich etwas zu sortieren, noch einmal auf die vergangenen Monate zurückzublicken oder eine im Sommer liegengebliebene Arbeit zu beenden, zum Beispiel die Werkstatt aufzuräumen oder das übers Jahr fast vergessene Puzzle zu vollenden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Im November den Sommer schmecken
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wer den November fürchtet, mag sich vielleicht damit trösten, dass das kommende Frühjahr schon in den noch fest verschlossenen Knospen schlummert. Und auch der vergangene Sommer klingt noch nach. Ich habe sein Licht und seine Wärme in meiner Marmelade eingefangen. Denn meine schwarze Johannisbeere schenkte mir eine reiche Ernte. Über Wochen hinweg füllten etliche Gläser mein Regal, beschriftet mit schwaJo I (erste Pflückung) bis schwaJo V (fünfte Pflückung). Es gab lange Sommertage, da drehte sich alles um die Schwarze Johannisbeere. Jetzt versüßt sie mir und meiner Familie die kalten Monate.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 08 Nov 2021 17:47:24 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Weiter geht's!</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wohl  keine Blume strahlt für mich so viel Kraft und Freude aus wie die Sonnenblume. Gehe ich in unseren Garten, dann sehe ich das satte Gelb ihrer Blütenblätter schon von Weitem leuchten.  Die Sonnenblume wärmt mein Herz. Als meine Söhne klein waren, sammelten sie die reifen Kerne und packten sie in selbstgebastelte Papiertütchen. Einige gutmütige Nachbarn kauften sie für ein paar Cent. Da strahlten meine Söhne. Es braucht manchmal nicht viel, um Freude zu entfachen. Oft reicht eine nette Begegnung, ein kurzer freundlicher Augenblick.  Sonnenblumen schenken gute Laune. Wie alles Schöne bringen sie Licht in dunkle Zeiten. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Licht in dunklen Zeiten
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für die allermeisten von uns ist die Corona-Pandemie zur Dauerbelastung geworden. Niemand kommt am Virus vorbei. Ein Ausweichen oder Abtauchen ist auch nicht ratsam. Vielmehr ist Achtsamkeit gefragt. Denn wenn wir nicht aufpassen, sickert Corona unmerklich in jeden Winkel unseres Lebens und durchtränkt jede Begegnung. Sie kennen das: Freunde und Familien treffen sich endlich wieder, und nach maximal fünf Minuten dreht sich alles um Corona. Es wird gemeckert und geklagt und im Nu ist die gemeinsame Zeit auch schon wieder vorbei. Im schlimmsten Fall hat das Treffen mehr Kraft gekostet als Freude geschenkt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Was hält Ihre Seele gesund?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf die Dauer macht ein Alltag voll Frust, Angst und Ärger krank.  Die Gemütslage ist einseitig negativ gestimmt. Innere wie äußere Rückzüge werden gefördert, die Streitlust nimmt zu. Viele werden dünnhäutiger, fühlen sich öfters einsam und abgeschnitten von den anderen. Um Belastungen aushalten zu können, brauchen Sie also ein Gegengewicht. Sie finden es in der Regel in sich selbst. Nämlich dann, wenn Sie ein Gespür dafür entwickeln, was Sie in Krisenzeiten den Kopf über Wasser halten lässt. Kurzum:  Was hält Ihre Seele, Ihren Körper gesund? Prüfen Sie, ob Sie Ihre eigenen Bedürfnisse kennen und ernst nehmen. Was brauchen Sie, um in sich selbst den Boden für etwas mehr Leichtigkeit zu bereiten? Ganz simpel gesprochen heißt das zum Beispiel, sich ausreichend Ruhe zu gönnen, sich zu bewegen, an die frische Luft zu gehen, regelmäßig und ausgewogen zu essen, sich eine sinnvolle Aufgabe zu suchen, Freundschaften zu pflegen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Krisen eröffnen auch Möglichkeiten
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Krisen fordern dazu auf, sich um sich selbst zu kümmern. Dazu kann auch gehören, sich aus ungesunden Beziehungen zu lösen, aber auch zu verzeihen und alte Streitereien endlich zu befrieden.  Krisen bringen viel Unsicherheit mit sich, weil sich oft nicht erkennen lässt, wann sie denn endlich vorbei sein werden. Krisen eröffnen zugleich aber auch Möglichkeiten, neue Wege zu gehen. In meiner Praxis habe ich in den vergangenen eineinhalb Jahren seit dem ersten Lockdown beobachtet, dass Corona wie ein Brennglas wirken kann. Bestehende Belastungen werden also noch verstärkt. Überlebte Partnerschaften lösen sich auf; Lebenswege trennen sich. Aber auch: Beziehungen vertiefen sich und Freundschaften bewähren sich. So seltsam es klingen mag: Wenn es etwas Gutes an Corona gibt, dann ist es die klarere Sicht auf das eigene Leben und die mutige Entscheidung, Überlebtes abzulegen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Den Blick schärfen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wer seinen Blick fürs Wesentliche schärft, kommt nicht umhin, sein Leben zu betrachten. Eine Klientin meinte einmal, nach ihren Kraftquellen gefragt, sie habe eine Familie und ein Dach über dem Kopf.  Dafür sei sie dankbar. Freude und Dankbarkeit liegen eng beieinander. Sie stärken uns und gleichen Kummer und Ärger aus. Es ist so wie mit meiner Sonnenblume: Auf meinem Weg in den Garten kann ich noch geknickt sein. Sehe ich dann das satte Gelb ihrer Blüten, keimt Freude in mir auf. Kommt dann noch ein netter Mensch vorbei und winkt mir zu, rückt sich so manche Sorge auf ein erträgliches Maß zurecht. Ich atme aus, die Anstrengung lässt nach. – Weiter geht’s!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 04 Sep 2021 08:23:25 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Sommerzeit + freie Zeit = Wandelzeit</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Auf dem Hof vor meiner Heimatkirche wächst ein alter Lindenbaum. In den vergangenen Julitagen stand ich öfters unter seinem Blätterdach, den feinen, süßen Duft der Lindenblüten in meiner Nase - Sommerzeit. An einem Sonntagmorgen summten viele Bienen zwischen den tiefen Ästen und Zweigen herum. Und als ich vorsichtig ein Blatt anhob, sah ich in seinem Schatten diese kleine Wanze sitzen. Geschützt vor Wind und Wetter blieb sie auch dann äußerlich ungerührt, als ich ihr mit meiner Smartphone-Kamera zu Leibe rückte. Offensichtlich hatte diese Wanze die Ruhe weg.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Zwangspause
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auch Therapie und Beratung brauchen Pausen.  Damit meine ich zum einen stille Zeitspannen in der Stunde selbst. Da ist zum Beispiel ein kurzes Schweigen, um das rechte Wort für einen Gedanken oder ein Gefühl zu finden. Pausen wie diese helfen, sich zu besinnen. Manchmal sind sie gefüllt mit inneren Monologen: ‚ Ich weiß noch gar nicht, wie ich anfangen soll – einen Augenblick mal, hab so viel um die Ohren…gleich hab ich’s. Ich muss nachdenken. Ach ne, ich soll ja nicht mehr so viel denken, sagt die Therapeutin. – Hm, ich häng fest. Irgendwie ist heute nicht mein Tag. Hätte den Termin vielleicht doch lieber verschieben sollen…‘  - Sich zu besinnen, kann sich wie eine Zwangspause anfühlen, wenn wir mit unseren Gedanken woanders sind.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Stille Zeit
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Oder Pausen sind wirklich still. Dann gleichen sie dem Punkt hinter einem Satz: Das Wesentliche ist erfasst.  Dieses Innehalten steht oft am Ende einer längeren Gesprächssequenz, nämlich dann, wenn sich das Gesagte als stimmig erweist – eben zu einer runden Sache geworden ist. Dann ist es friedlich im Raum, weil alle Zweifel für diesen einen Augenblick gestillt sind. Wenn möglich, beende ich die Stunde in diesem Moment. In jedem Fall lasse ich das Gesagte stehen und deute nicht daran herum.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Hilfreiches Schweigen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Viele Klienten empfinden Pausen als angenehm, weil sie merken, dass sie sich Zeit lassen können. Einige wiederum, die sehr schnell eine Lösung finden wollen, merken manchmal erst im Schweigen, dass Reden davon ablenken kann, eine Situation zu betrachten. Pausen helfen uns dabei, Menschen, Dinge und Umstände zu erfassen. Das gilt auch für den Blick auf uns selbst. Erst wenn wir ein Stück weit verstehen, was in uns oder unserem Gegenüber vorgeht, können wir einen möglichen nächsten Schritt erwägen und eventuell in die Tat umsetzen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Chance auf Wandel
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und dann gibt es die großen Pausen. Damit meine ich die Zeitspanne zwischen den einzelnen Sitzungen. Gerade jetzt in den Ferienmonaten können da schon mal schnell einige Wochen zusammen kommen. Lange Pausen bergen auch stets die Chance auf inneren Wandel. Wir Menschen verarbeiten Informationen auch dann, wenn wir nicht bewusst am Thema dran sind, sondern lieber die sommerlichen Mußestunden genießen. Wer die Muße sucht, gewährt sich eine entspannte und von Pflichten freie Zeit. Zeit also, sich auszuruhen und  ohne Termindruck das zu tun, was wirklich Freude bereitet.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           An den rechten Platz gerückt
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Muße gleicht aus. Sie schenkt einen freien Kopf, und unsere Gedanken kommen zur Ruhe. Das, was uns müht, ist vorerst zur Seite gestellt und bleibt auf einer tieferen Ebene sich selbst überlassen. Steht dann nach längerer Pause wieder der nächste Termin in meiner Praxis an, kann es sein, dass Klienten eine typische Situation, an der sie sich bereits mehrfach emotional abgemüht haben, nun deutlich entspannter beschreiben können. Sie haben einen Griff gefunden,  besser damit umzugehen. Ihr Blick auf die Dinge hat sich gewandelt. Viele Klienten reagieren dann erstaunt, weil sie sich nicht willentlich verändert haben. Genau darin liegt die Schönheit des Wandels: Er passiert einfach; etwas in uns hat sich unmerklich, aber auf wirksame Weise an seinen rechten Platz gerückt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 21 Jul 2021 07:11:34 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    <item>
      <title>Fußball ist nicht gleich Fußball</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Fußball-EM hat begonnen – und ich bin mit dabei. Ich freu mich auf spannende Spiele und viele Tore. Nun denken Sie: 'Ah, hier schreibt ein Fußball-Fan..' Fehlanzeige: Eigentlich finde ich Fußball langweilig. Es interessiert mich nicht, welche Mannschaft in der Bundesliga vorn liegt und wie viele Top-Spieler sich in der Champions League tummeln. Aber da gibt es dieses eigentlich. Steht eine Europameisterschaft oder gar eine Weltmeisterschaft an, rührt sich in mir eine ganz besondere Mischung bunter Eindrücke. Viele Kindheitserinnerungen sind mit dabei. Vor meinem inneren Auge taucht sogar mein geliebtes altes T-Shirt von der WM 1974 auf. Dann fallen mir etliche Fußball-TV-Erlebnisse mit meiner eigenen Familie ein. Und ich muss lächeln, weil wir stets mit Spaß dabei sind und es immer ein paar lustige Sprüche gibt. Ja, und jetzt beim Schreiben spüre ich sie direkt im Bauch kribbeln: diese Vorfreude auf eine gute EM-Zeit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Plötzlich ist alles anders
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Einen Tag später sieht meine Fußballwelt plötzlich anders aus. Das zweite Vorrundenspiel Dänemark gegen Finnland steht an. Der Däne Christian Eriksen bricht völlig unerwartet auf dem Spielfeld zusammen und muss reanimiert werden. Später stabilisiert sich sein Gesundheitszustand. Ich bin wie viele andere Menschen am Bildschirm und im Stadion erleichtert, aber der Schrecken sitzt mir noch eine Weile in den Knochen. Meine Vorfreude hat einen ordentlichen Dämpfer bekommen. Das muss ich erst mal verdauen. - Inzwischen sind wieder ein paar Tage vergangen, und die EM hat Fahrt aufgenommen. Die Erinnerung an Eriksens Zusammenbruch ist verblasst, andere Eindrücke schieben sich davor. Es mag aber sein, dass in meiner Mischung bunter EM-Eindrücke künftig eine Facette mehr aufscheinen wird. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Damit lässt sich arbeiten
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ja, all das, was ich eben beschrieben habe, gehört zu einem handfesten Felt Sense. In meiner Praxis arbeite ich focusing-orientiert. Und das Kernstück des Focusingprozesses ist der Felt Sense. Ins Deutsche übertragen lässt sich Felt Sense in etwa mit „gefühlter Sinn“ übersetzen. Im besten Fall umfasst er Gedanken, Gefühle, innere Bilder und vor allem Körperempfindungen zu einem gewählten Thema. Mit so einem Felt Sense lässt sich in Therapie und Beratung gut arbeiten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ihre ganz persönliche Angelegenheit
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Felt Sense ist Ihre ganz persönliche Angelegenheit. So wie keine zwei Menschen denselben Fingerabdruck haben, so unterscheiden sie sich auch in der Art, wie sie Sinnzusammenhänge zwischen sich und der Welt knüpfen. Hinein gewoben in diese Informationsmuster sind stets auch individuelle Problemlösestrategien. Diese Strategien sind uns oft nicht bewusst oder wir bringen sie nicht sofort mit dem eigentlichen Thema in Verbindung. Es ist gut, um sie zu wissen, denn sie helfen uns, den jeweils nächstmöglichen Schritt zu tun. Wesentlich an der Arbeit mit dem Felt Sense ist also der gezielte Rückgriff auf das eigene Körperwissen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Empfindungen von Druck oder Enge
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dieses Körperwissen zeigt sich oft in eher unspektakulären Empfindungen von Druck, Enge oder Ziehen im Brust-, Bauch- oder Beckenbereich. Hier benötigen wir etwas Geduld und die Bereitschaft zu verweilen ohne etwas zu erwarten. Denn meist ist er etwas scheu, der Felt Sense. Er braucht seine Zeit, um sich zu entfalten. Oder er taucht plötzlich auf und ist auch genauso schnell wieder verschwunden. Einmal erzählte mir ein Mann von seinem familiären Konflikt. Er steckte in einem echten Dilemma, sprach aber betont sachlich. Da sah ich, wie ein trauriger Ausdruck kurz über sein Gesicht huschte. Ich wartete noch einen Augenblick und fragte dann: „Kann es sein, dass Sie traurig sind?“ - Der Mann stutzte und nickte dann. Nun kehrte die Traurigkeit zurück und blieb eine kleine Weile in seinem Gesicht. - Dann sprachen wir weiter. Der Klient hatte einen Eindruck davon gewonnen, was es ihm so schwer machte, eine Entscheidung zu treffen. Dieses Wissen half ihm bei seinem weiteren Vorgehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wie ein innerer Kompass
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Felt Sense ist so etwas wie ein innerer Kompass in uns. Er zeigt uns an, wie wir zu einer bestimmten Situation, zu einem bestimmten Menschen stehen. All unsere Erfahrungen – die hilfreichen wie die belastenden - sind in unserem Körpergedächtnis gespeichert. Sicher können wir sie nie beliebig und allumfassend abrufen und auflösen. Dann wären wir Menschen ohne Probleme, ohne Widersprüche und Blockaden – und solche Menschen gibt es nicht.  Aber im Betrachten wandeln sich Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen, die wir als belastend erleben. In der Regel werden sie leichter. Auf diese Weise gewinnen wir mehr inneren Raum und damit mehr Freiheit, stimmige Entscheidungen zu treffen. Wir bekommen ein Gespür für uns selbst und dafür, welche Menschen und Lebensumstände zu uns passen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 20 Jun 2021 19:29:50 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Focusing – wenn Sie sich selbst auf die Schliche kommen möchten</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Zugegeben, der Begriff Focusing lässt beim ersten Lesen nicht erkennen, wofür er steht. Etwas in den Blick nehmen, könnten wir im Deutschen sagen. Aber auch diese Umschreibung trifft das, was beim Focusing geschieht, nicht genau. Ehrlich gesagt, fällt es mir auch nicht gerade leicht, diesen Begriff zu erklären. Und zwar deshalb, weil Sie Focusing am eigenen Leib erfahren sollten. Dann gewinnen Sie einen Eindruck dieser faszinierenden Möglichkeit, sich selbst ein wenig auf die Schliche zu kommen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber der Reihe nach: Focusing ist eine behutsame Form von Körperpsychotherapie. Sie geht zurück auf den Therapeuten und Philosophen Gene Gendlin. Er erkannte, dass manche seiner Klienten ein feines Gespür dafür hatten, welche seiner Worte, Sätze und Geschichten in ihnen widerhallten. Diese Menschen nahmen also körperliche und/oder emotionale Resonanzen zu dem Gesagten wahr und arbeiteten auch zwischen den Sitzungen innerlich mit ihnen weiter. Darüber waren sie sich oft gar nicht bewusst. Sie taten es einfach und halfen sich damit selbst. Denn Gendlin bemerkte, dass diese Menschen mehr mitnahmen – also während der Therapie vorankamen, während Menschen mit verschütteten Türen zu ihrem Innenleben sich damit deutlich schwerer taten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Der eigenen Spur folgen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gendlin war ein menschenfreundlicher Mann und ging davon aus, dass wir alle über solch ein inneres Sensorium verfügen. Wir übergehen allerdings häufiger seine Signale bzw. wir nehmen uns nicht ausreichend Zeit für uns selbst. Manchmal haben wir auch verlernt, diese inneren Bewegungen zu spüren. Beim Focusing kehren wir also in uns ein und nehmen unsere Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen zu einem Thema wahr. Wir bleiben dran. Und genau in diesem Dranbleiben liegt der Schlüssel zum Verständnis mancher Symptome und Verhaltensmuster.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          So weit die Theorie. Im echten Leben ist jeder Focusingprozess individuell verschieden. Er lässt sich weder erzwingen noch in ein Schema pressen, sondern folgt eigenen Gesetzen. Focusing kann helfen, Erstarrtes wieder lebendig zu machen, unser Erleben also zu wandeln. Dieser Wandel geschieht oft unmerklich und wird uns erst in der Reflexion bewusst. Zum besseren Verständnis beschreibe ich Ihnen kurz eine meiner eigenen Focusing-Runden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vor einiger Zeit hatte ich mich einer ambulanten Operation in Vollnarkose zu unterziehen. Ich mag keine Vollnarkosen und muss mich stets aufs Neue mit ihnen anfreunden. Allerdings fehlte mir dieses Mal dafür die Ruhe. Der OP-Termin rückte näher und näher, und ich fühlte mich innerlich mehr und mehr unwohl. Deshalb verabredete ich mich mit einer lieben Kollegin. Mit einem Gegenüber fällt Focusing leichter.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           …als würde mir etwas im Hals stecken
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Kollegin bat mich also, mir die bevorstehende OP vor Augen zu halten. Schon bald spürte ich etwas Traurigkeit, ein bisschen Angst und einen leichten Druck im Oberbauch. Und dann hatte ich die vage Empfindung, als würde mir etwas im Hals stecken. Im Focusing folgen wir der stärksten Wahrnehmung. Und so bat mich meine Kollegin, meine innere Aufmerksamkeit auf meinen Hals zu richten. Dies tat ich dann, wobei ich darauf achtete, den rechten inneren Abstand zu dieser Empfindung zu finden – also nah genug, um diese etwas unangenehme Empfindung nicht zu verlieren. Aber auch weit genug weg, um in die Beklemmung nicht hinein zu fallen. Das Austarieren braucht manchmal etwas Zeit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nach einer kleinen Weile sah ich das innere Bild einer Art Platte, die mir im Hals steckte. Vorn an der Kehle war ein kleiner Griff, und ich folgte dem Impuls, langsam daran zu ziehen. In dem Augenblick, als sich die Platte löste, fühlte ich meine zurückgehaltenen Gefühle deutlicher. Da war sie, die Angst vor der Narkose. Ich wartete etwas und zog dann noch einmal. Wiederum nach einer kleinen Weile verebbte die Angst. Mein Hals war frei, und ich selbst fühlte mich freier und klarer, die OP anzugehen – ich war nun vorbereitet.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Das Heft in der Hand behalten
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Grundidee im Focusing ist einfach: Wir folgen der jeweils stärksten Wahrnehmung. Dieses Vorgehen widerspricht unserem grundsätzlichen Impuls, allem Unangenehmen aus dem Weg zu gehen. Wagen wir es trotzdem, bemerken wir, dass wir uns behutsam an ungeliebte Gefühle oder unbehagliche Empfindungen herantasten können. Indem wir sie wahrnehmen, wandeln sie sich bereits – manchmal merklich, manchmal ein wenig. Oft fühlen wir uns im Anschluss erleichtert. Was sich innerlich zeigt, können wir nicht erzwingen oder steuern. Aber wir können lernen, einen guten Abstand zu dem Wahrgenommenen einzunehmen. Somit behalten wir das Heft in der Hand und lassen zugleich Wandel zu.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 06 Jun 2021 14:18:37 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Mein Plädoyer fürs Erstgespräch</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Erstgespräch. Das Paar sitzt mir gegenüber. Beide schauen mich an. Die Situation ist angespannt. Nach einer kleinen Weile bitte ich beide, mir zu erzählen, was sie denn herführt. Beide schweigen. „Naja“, meine ich mit einem kleinen Augenzwinkern, „es wäre schon hilfreich, wenn ich wüsste, weshalb Sie hier sind…“ Wieder Schweigen, dann ein kurzer Wortwechsel zwischen den beiden. „Du fängst an! Ich habe schon genug geredet!!“ – „Wieso ich?? Du wolltest doch hierher…!“ – Einem Paar, dem es so schlecht miteinander geht, fehlt im Erstgespräch der Nerv, seine Probleme benennen zu können, ohne sich dabei gleich in die Haare zu kriegen. Das Erarbeiten von Lösungsschritten, die im Alltag Bestand haben sollen, ist deshalb fast unmöglich. Das ist auch nicht Aufgabe des Erstgesprächs und deshalb erst einmal nicht schlimm.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das erste Treffen dient vor allem dem Kennenlernen. Kommen Sie als Paar oder allein zu mir, sollten Sie vor allem auf ihr Bauchgefühl hören. Fühlen Sie sich wohl bei mir? Können Sie recht frei reden? Lasse ich Ihnen ausreichend Zeit? In aller Regel gibt es sehr viel zu erzählen. Und das ist auch gut so, denn Erzählen ordnet die Gedankengänge und entlastet zugleich emotional. Die allermeisten Menschen kommen zu mir, weil sie in einer akuten Krise feststecken und aus eigenem Vermögen erst einmal nicht mehr weiter wissen. Wir Menschen beruhigen uns, wenn wir den Eindruck haben, gehört zu werden. Das Erstgespräch dient also dazu, Ihre Klagen, Sorgen und Ängste aussprechen zu dürfen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wie helfen Sie sich selbst?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zugleich gewinne ich einen Eindruck, in welcher Situation Sie stecken und wie belastend diese Situation erlebt wird. Konkret heißt das, ich schaue, ob Sie Ihren Alltag bewältigen können, sich also um Kinder, Haushalt und Beruf kümmern können. Ich frage auch nach, was Sie bisher getan oder gelassen haben, um sich etwas Luft und mehr Boden zu verschaffen. Haben Sie vielleicht schon konkrete Schritte in Richtung Problemlösung unternommen? Haben Sie vielleicht Tiere, um die Sie sich gern kümmern? Treiben Sie Sport? Nehmen Sie sich ausreichend Ruhe? – Wir Menschen entwickeln viele Strategien, die uns helfen, schwere Zeiten leichter durchzustehen. Und es ist gut, darum zu wissen, welche von ihnen hilfreich sind.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wirkt ein Mensch im Erstgespräch sehr verzweifelt und deutet vielleicht an, dass alles keinen Sinn mehr macht, frage ich auch, ob er in letzter Zeit schon einmal daran gedacht hat, sich das Leben zu nehmen. Es ist wichtig, im Erstgespräch so direkt zu fragen. Denn gerade die Direktheit wirkt entlastend und hilft, einen genaueren Blick auf sich selber zu wagen. Die allermeisten Menschen können ihre seelische Verfassung dann differenzierter wahrnehmen und merken, dass der Gedanke, sich das Leben zu nehmen noch weit entfernt ist von dem Entschluss, dies auch zu tun. Und eben in diesem Erkennen liegt die Entlastung.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Um was geht es Ihnen?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine meiner weiteren Aufgaben im Erstgespräch ist, das wesentliche Anliegen der Klienten zu erfassen. Nehmen wir zum Beispiel einen Mann, der kurz zuvor von seiner Frau verlassen worden ist. Dieser Mann kann ganz verschiedene Anliegen haben: Er möchte seine Frau zurück haben, weiß aber nicht wie und ist am Boden zerstört. Oder er hat bereits verstanden, dass es für seine Frau kein Zurück mehr gibt und fragt sich nun, wie er mit dem Trennungsschmerz zurecht kommen soll. Oder er ist sogar fast erleichtert, dass seine Frau endlich gegangen ist. Die Beziehung war schon länger zerrüttet, und es fehlte ihm die Kraft zur Trennung. Nun möchte er lernen, selbstbewusster in die nächste Beziehung zu gehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im Anliegen verborgen ist der Auftrag. Jede Beratung, jede Therapie braucht einen tragfähigen Auftrag und damit einen Rahmen, in dem sie sich entfalten kann. Es ist angebracht, schon im Erstgespräch danach zu fragen, denn der Auftrag ist der rote Faden, der durch die Stunden führt. Ich ermutige meine Klienten, ihren Auftrag so konkret wie möglich zu formulieren. Das Suchen nach den rechten Worten lenkt ihren Blick nach innen. Oft ist der Auftrag auch Prüfstein, an dem sich Fortschritte in Therapie und Beratung messen lassen. Und er hilft Ihnen, sich selbst klar zu werden, was Sie eigentlich bearbeiten möchten, das heißt er kann sich auch wandeln, sobald Sie neue Sichtweisen gewinnen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Mut zum Blick auf die eigene Person
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Wunsch, selbstbewusster in die nächste Beziehung zu gehen, ist beispielsweise ein guter Auftrag. An ihm wird deutlich, dass der Klient an sich arbeiten möchte und den Blick auf seine Person nicht scheut. Zugleich lässt er ausreichend Luft für kleine Zwischenschritte, für Etappen auf dem Weg. So mag es sein, dass der Klient erkennt, dass er zu hohe Ansprüche an seine Person stellt und deshalb eine Trennung für ihn nicht infrage kam. Darauf wäre er allein vielleicht nie gekommen, und nun kann er mit neuem Wissen weitergehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kniffliger sind all die Aufträge, die diffus formuliert sind („Mir soll’s besser gehen…“) oder bei denen Klienten zu viel Verantwortung in meine Hände geben („Sagen Sie mir, was ich tun soll.“). Oder Aufträge, die sich auf eine dritte, abwesende Person beziehen („Was muss ich tun, damit meine Frau wieder zu mir zurück kommt?“). In diesen Fällen kann Ihnen das Erstgespräch eine Hilfe sein, die eigene Bereitschaft zu prüfen, sich ändern zu wollen. Es ist gut, sich zu prüfen, denn der Verlauf von Therapie und Beratung lässt sich nicht komplett kontrollieren – er hat stets etwas Ungewisses. Sie brauchen also etwas Mut und die Entschlossenheit, Ihre eigene Person, Ihr Wesen, betrachten zu wollen. Es ist Ihr eigenes Verhalten, dass Sie zwar nicht beliebig, aber doch ein gutes Stück weit ändern können. Genau daran können wir in Beratung und Therapie arbeiten. Ist hier der Groschen gefallen, können Sie Ihren Konflikt am Kragen packen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 29 May 2021 08:27:47 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    <item>
      <title>Video, Telefon … oder lieber doch von Mensch zu Mensch?</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/439c5dd768ca41c5b847244ee1796a41/dms3rep/multi/Mensch_zu_Mensch.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der Klient ist Ende 20, fit am PC und seit Beginn der Corona-Pandemie geübt im Umgang mit Homeoffice und Videokonferenzen. Da ist es doch nahe liegend, dass ihm eine Beratung per Video eher ins Konzept passt als das klassische Beratungsangebot vor Ort – also in meiner Praxis. Es kommt anders. Er möchte ein direktes Gespräch mit mir – von Mensch zu Mensch. Dass er dafür aktuell eine Maske tragen muss, nimmt er in Kauf. Seine Entscheidung freut mich.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Corona-Pandemie ist eine Zeit der digitalen Möglichkeiten. Im Beratungsbereich ist diese Entwicklung per se erst einmal weder gut noch schlecht. Faktisch gab es Telefon- und Video-Beratung auch schon vor Corona. Was sich verschoben hat, ist die Bewertung und damit der Stellenwert der einzelnen Beratungsformen. Wurde noch vor dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 eine Paarberatung per Video in Fachkreisen skeptisch beäugt, erscheint das Angebot heute salonfähig. Vor allem „junge Leute“, so heißt es, schätzen dieses moderne Angebot. Ich weiß nicht, ob das alles wirklich so stimmt … In diesem Artikel möchte ich Ihnen jedenfalls meine persönliche Beratungshitliste vorstellen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Mein Favorit: das direkte Gespräch
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich bin ein Fan des Gesprächs von Mensch zu Mensch. Ich liebe es, den Zwischentönen nachzuspüren, die im gesprochenen Wort, aber auch in Mimik, Gestik und Körperhaltung mitschwingen. Das Erfassen dieser Zwischentöne ist für mich eine Kunst und damit eine Begabung, die vor allem in der direkten Begegnung trainiert werden möchte. Denn es ist ja so, dass das Offensichtliche nicht den Weg zu einem Menschen weist, sondern das Verborgene. Dieses Verborgene ans Licht zu holen, also ins Bewusstsein zu heben und damit verfügbar zu machen, ist Aufgabe von Therapie und in milderer Form auch von Beratung. Weil dieses Hervorholen durchaus krisenhaft erlebt werden kann, ist therapeutisches Arbeiten in der Regel dem vertraulichen Praxisgespräch vorbehalten. Das ist auch gut so, denn Technik verstellt den direkten Blick auf mein Gegenüber. Und trotz ausgefeilter Verschlüsselungstechniken und umfänglicher Datenschutzbestimmungen können im digitalen Bereich nach wie vor Daten abgefangen werden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Die solide Alternative: Telefonberatung
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Telefonberatung ist mir vertraut. Ich arbeite seit einigen Jahren für den Krisendienst in meinem Landkreis und habe es gelernt, mich von der Stimme meines Gegenübers leiten zu lassen. Unsere seelische Verfassung lässt sich gut am Klang und Tonfall unserer Stimme erfassen. Praktische Voraussetzung dafür ist allerdings eine gute Verbindung. Deshalb telefoniere ich gern von Festnetz zu Festnetz. Es ist wesentlich für den Gesprächsverlauf, als Beraterin gut verstanden zu werden und den Anrufern emotional und inhaltlich folgen zu können. Und auch mein Gegenüber hat meine Worte klar zu verstehen, ansonsten besteht die Gefahr des Abbruchs. Sind die technischen Voraussetzungen erfüllt, gilt es für beide Seiten, einen angemessenen Rhythmus zwischen Sprechen und Zuhören zu finden. Kenne ich meine Klientin bereits aus der direkten Begegnung, fällt das Einstimmen leicht. Ist mir die Person noch fremd, höre ich erst einmal einige Minuten zu und gewinne einen inneren Eindruck von dem, was diesen Menschen bewegt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Telefonberatung ist über Lautsprecher oder Telefonschaltung sogar mit Paaren möglich. Ich kenne eine Kollegin, die Paaren gern auf diesem Weg weiterhilft. Ich selbst habe inzwischen auch Paare telefonisch beraten und gute Erfahrungen damit gemacht. Dieses Setting ist ideal für Paare, die motiviert sind, vor allem zwischen den einzelnen Gesprächen an ihrer Beziehung zu arbeiten. Hier kann das Telefonat insbesondere der Reflexion dienen und damit der Vergewisserung, auf dem richtigen Weg zu sein. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang, dass ein Telefonat den Beratungsverlauf eher entschleunigt. Einfach deshalb, weil alle Beteiligten einander zuhören müssen, um nicht den Gesprächsfaden zu verlieren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Der Blick in die Webcam: Videoberatung
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Videoberatungen finde ich anstrengend – vor allem deshalb, weil ich mich dabei nicht so frei verhalten kann wie in meiner Praxis und am Telefon. Es ist also die Technik, die mir Mühe macht. Oder genauer: der Umstand, dass ich – um mein Gegenüber ansehen zu können – in die Webcam schauen muss. Schaue ich meinen Klienten ins Gesicht und damit auf den Bildschirm, sehen sie eine Beraterin mit chronisch leicht gesenktem Blick. Das sieht nicht nur putzig aus, sondern nimmt mir einen Teil meiner Präsenz.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich benötige stets etwas Zeit, um diese technische Hürde zu überwinden bzw. mich daran zu erinnern, dass diese Hürde überhaupt da ist. Nun gut, ich helfe mir damit, dass ich meine Klienten gleich zu Beratungsbeginn darauf anspreche und frage, ob sie sich gut von mir in den Blick genommen fühlen. Inzwischen gibt es gute, zertifizierte Videodienstanbieter, was die Kommunikation erleichtert. Meiner Erfahrung nach eignet sich Videoberatung gut für Einzelklienten und bedingt für Paare.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bei Paaren horche ich im Vorgespräch deshalb besonders auf mein Bauchgefühl. Denn zwei Personen über die Webcam gut im Blick behalten zu können, empfinde ich als Herausforderung. Ich bin ja faktisch wirklich weiter weg als im direkten Gespräch. Das macht es mir schwerer, in kniffligen Situationen auf mich aufmerksam zu machen, die Zügel also in der Hand zu behalten. Sehr belastete und/oder zerstrittene Paaren sind deshalb besser in der Präsenzberatung aufgehoben. In meiner Praxis habe ich beide Partner besser im Blick und kann gezielter stabilisierend eingreifen – also die Wütenden besänftigen und die Stillen hervorlocken.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Nehmen Sie sich Ihren Raum für die Beratung
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Abschließend bitte ich Sie, sich zu überlegen, wie Sie sich bei Bedarf Raum für eine Beratung nehmen möchten. Für viele Menschen ist ein Ortswechsel hilfreich. Vielleicht gehören Sie auch dazu. Indem Sie sich auf den Weg in meine Praxis machen, lassen sie für eine Stunde ihre gewohnte Umgebung hinter sich und betreten faktisch einen Raum, der nur Ihnen und mir vorbehalten ist. Das kann helfen, innerlich freier zu werden und sich intensiver mit der eigenen Problematik oder Fragestellung zu befassen. Wie hilfreich es sein kann, Sorgen, Schmerz und Kummer einem vertrauenswürdigen Menschen direkt erzählen zu können, merken wir oft, wenn wir diesen Schritt gewagt haben. Im Erzählen sortieren wir uns. Unsere Seele wird entlastet und wir gewinnen mehr innere Freiheit. Dieser Wandel wird an äußeren Veränderungen sichtbar. Genau hier liegt die große Chance des direkten Gesprächs.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Anderen Menschen fällt es leichter, sich in ihren eigenen vier Wänden einen ruhigen Raum zu nehmen. Manche haben auch keine andere Wahl, weil sie – aus welchen Gründen auch immer – nicht mobil sind oder ihre Wege zu lang sind. Vielleicht brauchen sie auch eine größere Distanz, um von sich erzählen zu können. Das gilt es, im Einzelfall zu klären. Die Welt ist ein Dorf, und für Beratungen per Video, Email und Telefon spielt Entfernung keine Rolle. Das wird auch nach Corona so bleiben – Hauptsache, die Technik stimmt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 29 May 2021 08:27:35 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Doppelt hält besser!</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
                    
          Ich freue mich, dass Sie meinen Blog gefunden haben! –
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Doppelt hält besser!
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/439c5dd768ca41c5b847244ee1796a41/dms3rep/multi/Homepage+Meereswasser.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Vielleicht wundern Sie sich, was für ein seltsamer Titel das für einen Blog ist, in dem ich meine Erfahrungen aus meiner Arbeit als Beraterin und Therapeutin weitergeben möchte. Vielleicht möchte ich Paare ermuntern, einander lieber zweimal zu heiraten, weil doppelt eben besser hält? Nein, da nehme ich Sie auf den Arm. Ich biete Ihnen hier auch keine Schnittmuster für ein kontrolliert-erfülltes Leben frei nach dem Motto: doppelt (genäht) hält besser. Nein, darum soll es hier auch nicht gehen. Ich möchte Ihnen Mut machen, Ihren eigenen Pfad zu finden, Entscheidungen sozusagen mit Herz und Verstand zu treffen. Denn doppelt hält eben besser!
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Für mich stellt sich das Leben als eine Abfolge von Entscheidungen dar: Entscheidungen, die ich treffe und getroffen habe und Entscheidungen, die andere für mich getroffen haben und immer noch treffen. Oft erscheinen Entscheidungen banal; zugleich sind sie aber sehr subtil: Am Morgen entscheide ich aufzustehen; am Abend entscheide ich, mich schlafen zu legen. Etliche Menschen entscheiden sich dafür, auf Dauer nachts wach zu liegen oder eben nur schwer einschlafen zu können, weil sie sich dagegen entscheiden, ihre Probleme am Tage zu betrachten. Tiefe Ängste und Zweifel lassen uns übereilte Entscheidungen treffen oder wir entscheiden uns fürs Vermeiden und fällen eben keine Entscheidung, in die Tat zu kommen. Denken Sie einmal darüber nach, wie oft sie am Tag über ihre Art zu leben entscheiden. Sicher, viele Faktoren begrenzen unsere Entscheidungsmöglichkeiten. Sicher ist aber auch, dass wir unseren Spielraum, Entscheidungen zu treffen, unterschätzen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Entscheiden mit Herz und Verstand
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Eine Entscheidung mit Herz und Verstand zu treffen bedeutet für mich, meine Beweggründe für oder gegen etwas tiefer zu beleuchten. Das Bild oben auf dieser Seite mag dies verdeutlichen. Ich kann über das Wasser hinwegschauen. Oder ich blicke durch die Oberfläche hindurch auf den Grund. Sicher, ich sehe den Grund verschwommen. Aber der tiefere Blick auf die eigenen Beweggründe lässt eine Entscheidung deutlich präziser treffen als das oberflächliche Vorbeigleiten an dem, was ist. Deshalb meine ich mit Herz das Vermögen, meine Gefühle und Körperempfindungen zu einer Thematik wahrzunehmen. Ich nutze sie quasi als Sensoren, um die möglichen Auswirkungen einer Entscheidung auf meine Person erfassen zu können. Mit Verstand meine ich das Vermögen, eine Situation nüchtern zu betrachten und einschätzen zu können.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Im Doppelpack habe ich auf diese Weise ein hilfreiches Werkzeug, Entscheidungen zu treffen, die ich auch bereit bin durch zu tragen. Was ich dazu brauche, ist etwas Zeit zum Verweilen und eine Portion Mut und Unvoreingenommenheit mir selbst gegenüber. Wesentliche Entscheidungen wie zum Beispiel ein Arbeitsplatzwechsel, eine Trennung oder auch das Eingehen einer Beziehung, aber auch der Umgang mit einer chronischen Erkrankung sind eingebunden in Prozesse. Das heißt, in Abfolgen kleinerer Entscheidungen, die wiederum in die eigentliche Entscheidung münden. Menschen, die ihre Gefühle spüren und über ein sicheres Körperempfinden verfügen, können innerhalb dieses Prozesses einzelne Entscheidungsschritte immer mal wieder nachprüfen und evtl. neu abstimmen. Dieses Vorgehen ist nicht selbstbezogen, sondern erleichtert meine Beziehungen: Wenn ich mit mir selbst recht gut im Reinen bin, spanne ich meine Lieben nicht über die Maßen für meine Befindlichkeiten ein. Und das wiederum fühlt sich für alle entspannter an.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Und nun ein paar Zeilen über mich
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Als ich etwa fünf Jahre alt war, klingelte es bei uns an der Tür. Ich öffnete und schaute hoch zum Bauern von nebenan, einem untersetzten, mittelalten Mann mit Schirmmütze und in Arbeitskluft. Er sah ärgerlich aus. Dann ging alles sehr schnell: Mein Vater tauchte hinter mir auf, es gab einen knappen, heftigen Wortwechsel, eine kurze Rangelei über meinen Kopf hinweg und dann schlug mein Vater zu. Direkt ins Gesicht des Nachbarn. Der Mann taumelte zurück; seine Mütze fiel zu Boden und kollerte an mir vorbei in unseren Flur hinein. Erstaunt schaute ich ihr nach. Ich hatte Angst, und zugleich tat mir unser Nachbar Leid. Und so drehte ich mich aus einem spontanen Impuls heraus um, hob die Mütze auf und gab sie dem Mann zurück. Dabei sah ich ihm direkt in die Augen. Wortlos ergriff er sie mit einem Ruck und war dann weg. – Diese Szene ist mir haften geblieben. Es war mir unheimlich, wie Menschen von der einen auf die andere Sekunde in die Wut fallen können. Menschen, so fand ich, waren seltsam.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Die Kraft der Freundlichkeit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Später las ich viele psychologische Bücher, interessierte mich für Biographien, für die Lebenswege von Menschen. Oft war es mir ein Rätsel, wieso Menschen sehenden Auges Entscheidungen treffen, die offenkundig zu ihrem eigenen Schaden sind. Die Tatsache, dass Menschen einander enorm viel Schmerz zufügen können, befasste mich ebenso sehr wie auch die Tatsache, dass Menschen einander ebenso sehr beistehen können und dass Freundlichkeit die Kraft besitzt, das Leben zum Guten zu wenden. Die Freundlichkeit anderer kann sogar helfen, mir selbst ein guter Freund zu werden – das ist ein wertvoller Schatz.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Als Jugendliche wollte ich eine Zeit lang Psychologie studieren. Ich ging in unsere Stadtbibliothek und fand psychologische Bücher mit vielen Tabellen, Experimenten und Statistiken – sie langweilten mich. Ich fragte mich, was all diese Zahlen mit dem Wesen von Menschen zu tun haben. Auch spirituelle Menschen interessierten mich. Manchmal besuchte ich die Messe – die vielen Worte ermüdeten mich. Dabei liebte ich meine Heimatkirche und die Wiese mit den alten Grabsteinen rund um sie herum. Als Kinder hatten wir dort öfters verstecken gespielt. Ich fragte mich, wo zwischen all diesen Ermahnungen, Vorschriften und Geboten wohl Gott zu finden sei. Ich war sehr skeptisch, suchte nach Anschluss, wollte mich aber auch in kein Schema pressen lassen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          So blieb ich zögerlich und entschied mich für einen Schlenker: Nach meinem Abitur volontierte ich bei einer Tageszeitung und arbeitete einige Jahre als Redakteurin. Die Arbeit machte mir Spaß, aber in mir blieb der Wunsch, mehr zu lernen und doch noch einmal zu studieren. Außerdem wollte ich Kinder. Die Familienzeit zog sich in ihrer intensiven Form über viele Jahre. Ich sah meine Söhne aufwachsen und war voll und ganz gefordert. Ich sammelte Erfahrungen, die ganz praktischer Art waren und zugleich in die Tiefe gingen. Keine Daten, Statistiken und Schemata, sondern echtes Leben. Das gefiel mir. Ich fing ein Fernstudium an, schloss dann einen Masterstudiengang in Beratung an, und auch mein Glaube begann, sich freier zu entfalten. Ich machte Beratung und Therapie zu meinem Beruf. Das war eine gute Entscheidung.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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           Das erwartet Sie in meinem Blog
          
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    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Dieser Blog möchte kein Ratgeber sein. Sicher werden Sie den einen oder anderen Hinweis finden, wie Sie zufriedener mit sich selbst und/oder in einer Partnerschaft leben können. Prüfen Sie aber bitte stets, ob das Geschriebene zu Ihnen passt. Es ist Ihr Leben. Lassen Sie es sich von niemandem aus der Hand nehmen. In diesem Sinne kann Ihnen mein Blog Inspiration sein, Ihr eigenes Leben und/oder Ihre Partnerschaft auch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Wir Menschen sind vielschichtige Wesen; und manchmal braucht es Geduld, ein gutes Wort und eine gute Portion detektivischen Spürsinns, einer Person nahe zu kommen und nicht an ihrer Fassade hängen zu bleiben. Das gilt für Ihren Blick auf sich selbst ebenso wie für Ihren Blick auf Ihr Gegenüber. Wir sind stets mehr als wir zu sein scheinen. Auch hier lohnt ein zweiter, tieferer Blick – denn doppelt hält besser.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Zu meiner Schreibweise: Wenn ich von Klienten schreibe, spreche ich mit diesem Wort gleichermaßen Frauen, Männer und Menschen diverser sexueller Orientierungen an -also kurzum jeden Menschen, der gerade in meinen Texten herumstöbert.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
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           Beachten Sie bitte, dass mein Blog weder ärztliche noch therapeutische Hilfe ersetzen kann. Ich stelle hier keine Ferndiagnosen und beantworte keine Fragen zu persönlichen Befindlichkeiten und seelischen Störungen. Im Einzelfall kontaktieren Sie mich bitte über meine Website oder nehmen anderweitig fachliche Hilfe in Anspruch.
          
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           Alle meine Blog-Artikel und Blog-Fotos unterliegen dem Urheberrecht. Ohne meine Einwilligung dürfen sie nicht kopiert und veröffentlicht werden.
          
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      <pubDate>Thu, 13 May 2021 12:38:18 GMT</pubDate>
      <author>183:842555733 (Nancy Nadja Sandmann)</author>
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           „Gib das, was dir wichtig ist, niemals auf, nur weil es nicht einfach ist.“ – Albert Einstein
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         Nun geht es los mit meinem Blog. – Ich bin ein wenig aufgeregt. Ob ich wohl den richtigen Ton treffe? Aber wie soll ich das jetzt schon wissen… Na, mal schauen. Erst mal anfangen. Ich möchte von meiner Arbeit als Beraterin und Therapeutin berichten, von meiner Art, wie ich Menschen begleite. Über die Jahre haben mir viele Menschen ihre Geschichte erzählt. Vieles hat mich angerührt. Jeder Mensch schreibt an seiner eigenen Geschichte, hat etwas zu berichten.
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          Eine Therapie- oder Beratungsstunde beginnt schon lange vor dem eigentlichen Termin. Menschen überlegen oft lange, ob sie psychologische Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Und wenn ja, dann bei wem? Wie mag der Andere über das, was ich da erzähle denken? Werde ich in meiner Not überhaupt ernst genommen? Vielleicht kann mir auch gar keiner helfen? Der Weg in Beratung oder Therapie hat sein Für und Wider. Oft ist es so, dass die Entscheidung im Stillen vor sich hin reift. Dann passiert etwas im Außen – der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt – und ein Mensch weiß, dass er nun Hilfe braucht.
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           Das erste Telefonat
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          Schon das erste Telefonat lässt mich auf diesen einen Menschen reagieren. Die Art des Sprechens, der Tonfall, beeinflusst meine Art zu antworten. Ich merke, wie ernst es diesem Menschen ist, mich anzurufen. Offensichtlich möchte dieser Mann einen Termin vereinbaren. Oder eine Klientin schreibt mir eine Mail; und zwischen den Zeilen klingt mir ihre Unentschiedenheit entgegen. Und richtig: Die Klientin versäumt den Termin und meldet sich nie wieder. Vielleicht findet sie eine andere Therapeutin, die ihr mehr entspricht. Oder sie scheut noch davor zurück, diesen Schritt auch gehen zu wollen.
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          Manche Menschen merken, dass sie Hilfe brauchen, wenn sie direkt angesprochen werden. Vor einigen Jahren habe ich einen jungen Mann beraten, der zum Erstgespräch in Begleitung seiner Mutter kam. Schnell wurde deutlich, dass beide ein Problem hatten, und ich schilderte der Mutter meinen Eindruck. Sie dachte darüber nach und entschied sich dazu, ihren Sohn nicht mehr zu begleiten, sondern selbst eine Beratung zu beginnen.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Paare brauchen eine gemeinsame Motivation
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Die allermeisten Menschen möchten aus eigener Kraft durch ihr Leben kommen. Wann uns etwas nun wirklich zu viel wird, ist unterschiedlich. Bei Paaren platzt oft einem der Beiden der Kragen. Trennung steht im Raum. Der andere zieht dann zähneknirschend nach und ruft mich an. Solch ein Anruf ist schwer. Denn als Paar zu scheitern, wird oft als beschämend erlebt. Unter dem Strich mag der Anruf aber trotzdem gut und richtig gewesen sein. Denn schon das erste Telefonat entscheidet darüber, ob beide Vertrauen fassen können. Falls ja, macht das Gespräch Mut zur Beratung und motiviert beide, diesen Weg zu gehen.
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          Wenn Menschen mich kontaktieren, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, mich für diesen Augenblick ganz auf sie auszurichten – egal, ob sie sich direkt, per Mail oder Anruf an mich wenden. Erreicht mich ein Telefonat beispielsweise zu Hause, lasse ich den Wäschekorb stehen, setze mich aufs Sofa und fahre meine inneren Antennen aus. Meine Aufgabe ist es, mir in kurzer Zeit ein Bild von der Situation zu machen, in der dieser Mensch steckt. Dazu brauche ich eine Portion Nüchternheit, die mir hilft zu erkennen, was Fakt ist. Und ich benötige ein ausreichendes Maß an Einfühlung, damit sich mein Gegenüber verstanden fühlt und das Telefonat nicht einfach abbricht.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Wenn wir einen Draht zueinander haben und die Person bei mir an der richtigen Adresse ist, vereinbaren wir einen Termin für das Erstgespräch in meiner Praxis. Viele Menschen wollen schnell einen Termin, weil sie hoffen, das Problem dann auch schnell wieder los zu sein. Ob diese Rechnung wohl aufgeht? – Lesen Sie dazu gern „Mein Plädoyer fürs Erstgespräch“.
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      <pubDate>Tue, 11 May 2021 17:31:41 GMT</pubDate>
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